Viel Lärm um nichts
Komödie von William Shakespeare
Inszenierung: Daniela Kranz
Bühnenbild und Kostüme: Jutta Burkhardt
Premiere am Samstag, 3. September 2011 im Staatstheater
Unter der gleißenden Sonne Siziliens erwartet man siegreiche Kriegsheimkehrer.
Aber Shakespeares Feldzug in »Viel Lärm um nichts« wird in Wahrheit auf einem anderen Terrain geführt: Es ist der Krieg der Geschlechter, den der Dichter in einer seiner berühmtesten Komödien entfacht. Worte werden wie gewetzte Messer benutzt, das Trommelfeuer des Sprachwitzes attackiert die Lachmuskeln des Publikums wie die Herzen der Akteure.
Shakespeares Helden sind Beatrice und Benedikt, sprachgewandte Meister der Sticheleien, nur scheinbar Gegner auf dem Feld der Liebe, einig in ihrer angeblichen Verachtung dem hohen Gefühl gegenüber. Dagegen ist die Liebe Claudios und Heros rein und innig – und umso anfälliger für hinterhältige Intrigen. In einer Welt, in der die Sprache eine gefährliche Waffe ist, hat das Vertrauen keine Chance. Zu guter Letzt finden Hochzeiten statt, doch die Szene ist nicht frei von Bitterkeit. Der Shakespeare-Kenner Harold Bloom nannte »Viel Lärm um nichts» einmal »das hübscheste nihilistische Drama, das je geschrieben wurde«, denn keiner vermochte der Liebe einen so bittersüßen Beigeschmack zu geben wie der große Menschenforscher Shakespeare.
Besetzung
Don Pedro: Heiner Take
Benedikt von Padua: Georg Mitterstieler
Claudio aus Florenz: Simon Zagermann
Don John: Ron Zimmering
Borachio: Klaus Meininger
Leonato: Hans-Georg Körbel
Hero: Dorothea Lata
Margarethe: Saskia Petzold
Beatrice: Nina Schopka
Pressestimmen
»Mit einer sehr körperlichen, wild-frischen, mitunter selbstreferenziellen Inszenierung von Shakespeares' "Viel Lärm um Nichts" ist das Staatstheater als erstes Haus der Region in die neue Saison gestartet. [...] Tänzerisch, tobend, akrobatisch. Da ist Verve drin. [...] schön-kratzbürstig: Nina Schopka. [...] urkomisch-charmant: Georg Mitterstieler.«
Susanne Schütz, Die Rheinpfalz
»[...] ein enorm unterhaltsamer Theaterabend und für die Darsteller ein Fest.«
Tobias Kessler, Saarbrücker Zeitung
»Daniela Kranz' Regie ist laut und irre lustig. [...] Ein "Bravo!" an Heiner Take (Don Pedro) und Nina Schopka (Beatrice). Und ein lautes "OH NEIN!" an den großartigen (Leonato) Hans-Georg Körbel. Der Publikums-Liebling möchte nämlich nächstes Jahr in Rente gehen. Kommt gar nicht in Frage!«
Angelika Brinkmann, Bild Saarland






