Torquato Tasso
Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe, eine Kooperation mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Théâtre National du Luxembourg
Inszenierung: Frank Hoffmann
Bühne und Kostüme: Karl Kneidl
mit Wolfram Koch in der Titelrolle
Premiere am Samstag, 5. Februar 2011 im Staatstheater
Torquato Tasso, Dichter am Hofe von Herzog Alfons, gerät mit dem Staatssekretär Antonio aneinander. Angesichts tagespolitischer Aufgaben und Verpflichtungen misst dieser der Dichtkunst eine eher geringe Bedeutung bei. Tasso ist zwar ein Dichter, der sich den vom höfischen Mäzenatentum gestellten Verwendungsansprüchen an die Künste entziehen will, um seine künstlerische Autonomie zu wahren.
Andererseits begreift er in diesem Bestreben auch die Isoliertheit seiner Position, weil sich seine Kunst nicht an der Realität ausrichtet und seine Poesie deshalb auch keine Wirkung auf die Welt ausübt. Er beschwört einen Affront und droht an dem Versuch einer Symbiose von Kunst und Realität zu zerbrechen.
Frank Hoffmanns Inszenierung für die Ruhrfestspiele Recklinghausen bringe »mit südländischem Flair und großer Leichtigkeit […] Goethes Tasso auf die Bühne«, lobte die Frankfurter Rundschau nach der Premiere. Nach der erfolgreichen Aufführungsserie in Recklinghausen wird das Stück – mit dem bekannten Schauspieler Wolfram Koch in der Titelrolle – 2011 in Saarbrücken gezeigt.


