Kampf des Negers und der Hunde
von Bernard-Marie Koltès
Inszenierung: Leyla-Claire Rabih
Bühnenbild und Kostüme: Stefan Oppenländer
Sound-Design: Anouschka Trocker
Premiere am Freitag, 30. März 2012 in der Alten Feuerwache
Bernard-Marie Koltès war der Star des französischen Theaters, als er 1989 viel zu früh an den Folgen von Aids starb. Seine Stücke wurden an allen großen Theatern gespielt. Erstmals ist nun mit »Kampf des Negers und der Hunde« ein Stück von Koltès am Saarländischen Staatstheater zu sehen. Auf der Baustelle einer französischen Firma in einem westafrikanischen Land wird ein schwarzer Arbeiter von einem weißen Ingenieur getötet. Alboury, ein schwarzer »Bruder« des Toten, kommt zur Baustelle, um unnachgiebig nach dem Leichnam zu verlangen. Er trifft auf den rassistischen Ingenieur Cal, dessen überforderten Chef Horn und seine desorientierte Freundin Léone. Je weniger sich der Schwarze durch das überhebliche Machtgehabe der Weißen einschüchtern lässt, umso vollkommener bringt er deren Leben ins Wanken.
»›Kampf des Negers und der Hunde‹ erzählt nicht so sehr von Afrika und den Schwarzen, es handelt weder vom Neokolonialismus noch von der Rassenfrage. Es äußert keine Meinung. Es erzählt einfach von einem Ort auf der Welt. Man stößt manchmal auf Orte, die zwar nicht die ganze Welt abbilden, die aber dennoch wie Metaphern auf das Leben sind, [...]«
Mit freundlicher Unterstützung der ACN Werbeagentur
Besetzung
Horn: Klaus Meininger
Alboury: Benjamin Bieber
Léone: Christiane Motter
Cal: Pit-Jan Lößer
Pressestimmen
»Leyla-Claire Rabih hat sich, ohne dem Stück Gewalt anzutun, ganz klar für eine bestimmte Deutung entschieden. Sie inszeniert keine politische Anklage gegen Rassismus, Postkolonialismus, Kapitalismus, sondern eine psychologische Versuchsanordnung. [...] Rabih gelingt das Kunststück, die Spannung bis zum Schluss zu halten. Koltès gilt als schwere Kost, Leyla-Claire Rabih hat sie ein bisschen leichter gemacht.«
Rainer Petto, www.nachtkritik.de
Die komplette Kritik lesen Sie hier
»Rabih inszeniert Koltes' Stück [...] klar und schnörkellos.«
Jonathan Janoschka, Saartext
»Benjamin Bieber spielt Alboury rollengemäß konsequent undurchsichtig […]. Ein bravouröser Pit-Jan Lößer gibt Cal – diesen rassistischen Ingenieur, der mit Albourys Bruder einen Arbeiter auf der Baustelle einer französischen Firma in Afrika erschossen hat […]. Während Christiane Motter Léone, der sie anfangs einen fast boulevardesken Anstrich gibt, nach und nach als verzweiflungswürdige Exotismus-Touristin ausdifferenziert, entfaltet Klaus Meininger […] mit sublimen Mitteln Horns gebrochenen Charakter […].«
Christoph Schreiner, Saarbrücker Zeitung






