Faust
von Johann Wolfgang von Goethe
Inszenierung: Dagmar Schlingmann
Bühnenbild: Sabine Mader
Kostüme: Jessica Karge
Musik: Alexandra Holtsch
Video: Florian Penner, Henry Hilge
Wiederaufnahme am 30. September 2010 im Staatstheater
"Fausts Charakter [...] stellt einen Mann dar, welcher in den allgemeinen Erdeschranken sich ungeduldig und unbehaglich fühlend den Besitz des höchsten Wissens, den Genuss der schönsten Güter für unzulänglich achtet, seine Sehnsucht auch nur im mindesten zu befriedigen, einen Geist, welcher deshalb nach allen Seiten hin sich wendend immer unglücklicher zurückkehrt."
Goethes Charakterisierung des Menschen Faust offenbart die Modernität und zeitlose Größe dieser Tragödie. Faust ist der Archetyp des modernen Menschen. Das unbefriedigte Streben nach Erkenntnis führt zum teuflischen Pakt mit Mephistopheles und spitzt sich zu im rücksichtslosen Missbrauch von Gretchens aufrichtiger Liebe. Spät wird Faust zwar mehr und mehr zum tätigen Gestalter seines eigenen Lebens, aber auch zum egoistischen Machtmenschen.
Goethes "Faust" ist ein großes Weltgedicht: Eine Reflexion über Ideal und Wirklichkeit wie auch über die Erfahrung und Überwindung von Grenzen.
Besetzung
Faust: Georg Mitterstieler
Mephistopheles: Boris Pietsch
Gretchen: Natalie Hanslik
Marthe Schwerdtlein / Marschalk: Saskia Petzold
Lieschen / Sorge / Narr: Anna Hopperdietz
Valentin / Heermeister: Johannes Quester
Wagner / Schatzmeister / Wanderer: Pit-Jan Lößer
Kaiser: Klaus Meininger
Kanzler / Türmer: Andreas Anke
Erzbischof / Chiron: Gertrud Kohl
Philemon: Horst Deutsch/Joachim Schmidt
Baucis: Helge Baer
Faust-Chor, Statisterie


