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Saarländisches Staatstheater Saarbrücken, 4 kB

Draußen vor der Tür

von Wolfgang Borchert

Inszenierung: Christoph Diem
Kostüme: Dorothee Scheiffarth

Premiere am Samstag, 15. Januar 2011 in der Alten Feuerwache

Termine: Sa 15.01. Mi 19.01. Fr 21.01. Do 27.01. So 30.01. Di 01.02. Sa 05.02. Do 10.02. Di 15.02. Fr 25.02. Do 03.03. Fr 04.03. Fr 18.03. Sa 19.03. Sa 02.04.

Kriegsheimkehrer Beckmann formulierte 1947 das Trauma einer Generation, die sich von der Gesellschaft vor die Tür gesetzt sah.

Beckmann wird nach drei Jahren Haft aus dem Kriegsgefangenenlager entlassen. Als Mitbringsel sind ihm ein steifes Knie und eine groteske Gasmaskenbrille geblieben. Nach Hamburg zurückgekehrt, muss er feststellen, dass seine Frau nicht auf ihn gewartet hat. Geplagt von Albträumen und schrecklichen Visionen will er seinem Leben ein Ende bereiten, doch die Elbe spuckt ihn einfach wieder aus.
Wohin sich Beckmann auch wendet: Der Zugang zum Leben in der unversehrten Gesellschaft bleibt ihm verwehrt. Er bleibt »draußen vor der Tür«.
Wolfgang Borcherts einziges Bühnenstück wurde einen Tag nach dessen frühem Tod zunächst als Hörspiel produziert und im Februar 1947 gesendet. Zahlreiche Inszenierungen folgten. Borcherts Protagonist Beckmann formulierte das Lebensgefühl einer Generation, die sich von den Befehlsgebern verraten und im Stich gelassen fühlte, sich in der Rolle der Opfer aber auch kritischen Fragen nach Selbstverantwortung entzog.
Bis heute ist es allerdings eine Tatsache, dass Soldaten mit der Verarbeitung von Kriegstraumata zu oft allein gelassen werden – auch wenn die Politik inzwischen nicht mehr so gern vom Krieg, sondern lieber von einem »bewaffneten Konflikt« spricht.

 

Besetzung
Beckmann:
Andreas Anke
Tod / Straßenkehrer: Boris Pietsch
Der Oberst: Heiner Take
Der Andere: Hans-Georg Körbel
Gott: Saskia Petzold
Die Frau: Christiane Motter
Der Ehemann: Pit Jan Lößer
Die Elbe: Gabriela Krestan
Frau Kramer: Katharina Ley
Kabarettdirektor: Marcel Bausch