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Saarländisches Staatstheater Saarbrücken, 4 kB
Sparte 4
Ensemble
Ensemble
Thomas Schmidt, Marcel Bausch
Thomas Schmidt, Marcel Bausch
Pit-Jan Lößer, Georg Mitterstieler, Boris Pietsch, Ron Zimmering, Johannes Quester
Pit-Jan Lößer, Georg Mitterstieler, Boris Pietsch, Ron Zimmering, Johannes Quester
Nina Schopka, Benjamin Bieber<br>(© Björn Hickmann)
Nina Schopka, Benjamin Bieber
(© Björn Hickmann)

Die Räuber

Schauspiel von Friedrich Schiller

Inszenierung: Thomas Schulte-Michels
Bühnenbild: Thomas Schulte-Michels
Kostüme: Tanja Liebermann
Musik: Olivier Truan

Premiere am Samstag, 14. Januar 2012 im Staatstheater

Termine: Sa 14.01. Mi 18.01. Mi 25.01. Mi 01.02. Fr 03.02. Di 07.02. Fr 17.02. Fr 16.03. Di 10.04. Mi 11.04. Fr 13.04. So 29.04.

In der aktuellen Protestbewegung der Wutbürger manifestiert sich die ungebrochene Brisanz dieses klassischen Polit-Dramas.

Dieser große Klassiker bewegt seit Jahrhunderten die Gemüter. Mit seinem literarischen Debüt 1781 hatte Friedrich Schiller (1759 bis 1805) die Erkenntnisse der Aufklärung radikalisiert und für einen Theatereklat gesorgt.
Die Brüder Karl und Franz Moor könnten nicht unterschiedlicher sein. Der eine, Karl, vom Vater geliebt, hat sich in Leipzig einer Gruppe von Studenten angeschlossen, die das »tintenklecksende Säkulum« verachten und nach wahrer menschlicher Größe streben. Der andere, Franz, verflucht den Umstand, nur der Zweitgeborene zu sein, derjenige, dem die Natur all das vorenthalten habe, was sein Bruder Karl im Übermaß auf sich vereint. So spinnt er eine Intrige, die den Vater vom Lieblingssohn entzweit und aus dem Idealisten Karl den Anführer einer Räuberbande macht, die sich außerhalb jeder Gesetzgebung stellt.
Gerade heute, da sich eine neue Welle des Protestes gegen den Staat manifestiert – sei es in Schriften wie »Der kommende Aufstand« oder Großdemonstrationen von »Wutbürgern« – erweist sich die ungebrochene politische Brisanz des Stückes.

Mit freundlicher Unterstützung durch den »Verein der Freunde des SST«


Besetzung

Der alte Moor / Pastor Moser: Marcel Bausch
Karl Moor: Benjamin Bieber
Franz Moor / Pater: Thomas Schmidt
Amalia: Nina Schopka
Spiegelberg / Daniel: Boris Pietsch
Schweizer / Hermann: Pit-Jan Lößer
Razmann: Georg Mitterstieler / René-Philipp Meyer (a.G.)
Schufterle: Ron Zimmering
Roller / Kosinsky: Johannes Quester


Pressestimmen
»Eine verspielte, stark gekürzte Lesart von Friedrich Schillers Sturm-und-Drang-Drama ›Die Räuber‹ hat Gastregisseur Thomas Schulte-Michels am Saarländischen Staatstheater inszeniert. Ihm geht es weniger ums Freiheitsideal Schillers, er bebildert vielmehr fröhlich-respektlos die Suche nach einer Haltung. […] Am besten: zurücklehnen und genießen, schließlich spielt und singt – vor allem Nina Schopka als Amalia mit Hang zu Zarah-Leander-Liedgut – das Ensemble vortrefflich.«
Susanne Schütz, Die Rheinpfalz

»Großer Masken- und Musikzauber im Saarbrücker Staatstheater. [...] Regisseur und Bühnenbildner Thomas Schulte Michels kürzt die Räuber radikal ein, setzt – überzeugend und stringent – Akzente, konzentriert sich ganz auf die drei Hauptfiguren Franz, Karl und Amalia. Lieder, Licht und Kostüme schaffen ein oft gruselig-berührende Stimmung: ein ideenreiches, grausam-tragisches Spektakel. [...] Thomas Schulte-Michels findet eindrucksvolle Bilder für die Verzweiflung seiner Figuren im Angesicht der Freiheit. Und das Ensemble stürzt sich spielfreudig in den zum Scheitern verurteilten, sinnlosen Wahnsinn von Machtgeilheit und Räubergaukelei. Ein gelungener Theaterabend.«
Stefan Schmidt, SR 2 KulturRadio / SR 3 Saarlandwelle

»100 Minuten aus einem Guss. Eine blendende Inszenierung (Thomas Schulte-Michels). […] Ein Bravo der Kostümbildnerin Tanja Liebermann.«
Christoph Schreiner, Saarbrücker Zeitung

»100 Minuten Tempo, Körpereinsatz und Musik – Zu wenig für einen Fünfakter?  Nein! Die konsequente Figurenführung und das clowneske Ensemble reißen mit, allen voran Thomas Schmidt als Franz.«
Boris R. Lentsch, Saartext

Abendbesetzungen

Die Angaben sind ohne Gewähr.  An erster Stelle finden Sie den Abenddirigenten, dann die Nachnamen der Sängerinnen und Sänger der doppelt besetzten Partien. Angaben zu Doppelbesetzungen soweit wie festgelegt. Kurzfristige Änderungen vorbehalten!