Das Buch der Unruhe
Musiktheater für Schauspieler, Ensemble und Film mit Klaus Maria Brandauer, Text von Fernando Pessoa, Musik von Michel van der Aa
Musikalische Leitung: Thomas Peuschel
Inszenierung: Michel van der Aa
Bühnenbild: Marc Warning
Vorstellung am Freitag, 20. Mai 2011 im Staatstheater
Die Uraufführung von Michel van der Aas »Das Buch der Unruhe« Anfang 2009 in Linz war ein herausragendes Ereignis im Rahmen der Eröffnung der Europäischen Kulturhauptstadt. »Auf magische Weise hängt alles zusammen: Der Reigen der wunderbaren Bilder, die Michel van der Aa selbst gefilmt hat, und die Zerrissenheit von Brandauers Sprache, die zusammen das Gewebe eines Traums ergeben«, beschreibt der englische »Guardian« die Atmosphäre der Aufführung.
Pessoas großartiges, erst 47 Jahre nach seinem Tod veröffentlichtes Fragment »Das Buch der Unruhe« zeigt einen Autor, der sich in immer wieder neu erfundenen Identitäten spiegelt. Klaus Maria Brandauer schlüpft in diesen faszinierenden Ersatzkörper aus Text, indem er mit sich selbst als Videofigur, mit der Fado-Sängerin Ana Moura auf der Leinwand und nicht zuletzt mit der präzise vorwärtstreibenden Musik van der Aas interagiert. Es entsteht eine ungemein spannende Suche nach der Gestalt des wirklichen Ich, das Pessoa so meisterhaft zu verschleiern verstand. Die Deutsche Erstaufführung war ursprünglich für Herbst 2009 im SST geplant, musste jedoch aus technischen Gründen verschoben werden.


