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Sparte 4
Erwin Ortner
Erwin Ortner

4. Sinfoniekonzert

Georg Friedrich Händel: Der Messias, HWV 56

Leitung: Erwin Ortner
Solisten: Elizabeth Wiles (Sopran), Judith Braun (Alt), Algirdas Drevinskas (Tenor), Hiroshi Matsui (Bass)
Mit dem Opernchor des Saarländischen Staatstheaters

Sonntag, 11. Dezember 2011, 11.00 Uhr
Montag, 12. Dezember 2011, 20.00 Uhr in der Congresshalle

Termine: So 11.12. Mo 12.12.

Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759) zählt nicht nur zu den bedeutenden Opernkomponisten seiner Zeit, ihm verdanken wir auch die großen Oratorien wie »Saul«, »Israel in Egypt«, »Belshazzar«, »Judas Maccabaeus« und natürlich den »Messias«. Händel, der in Halle geboren wurde und ab 1727 die englische Staatsbürgerschaft besaß, wandte sich in den 1730er Jahren verstärkt der Oratorienkomposition zu. Sein »Messias« ist neben »Israel in Egypt« das einzige Werk, das ausschließlich aus Bibelversen besteht. Er komponierte es im Jahr 1741 nach der Idee von Charles Jennens, der bereits das Libretto für »Saul« niedergeschrieben hatte. Im Werk finden sich zum Teil frühere Stücke Händels wieder wie seine italienischen Duettkantaten. Das in drei Teile gegliederte Oratorium erzählt die christliche Heilsgeschichte nach dem Propheten Jesaja und von der Hoffnung auf eine Wiederkehr des Messias am jüngsten Tag. Der berühmteste Satz ist das »Halleluja« am Ende des zweiten Teils. Der Text ist den Büchern der Propheten und den Psalmen des Alten Testaments in der Textfassung der King-James-Bibel entnommen. Auf diese Weise kann der Christus des Neuen Testaments durch die Prophezeiungen des Alten Testaments als Messias identifiziert werden. Vorgetragen werden kaum Berichte über das
Leben Jesu, sondern vorwiegend jene Prophezeiungen durch Einzelstimmen
sowie durch den Chor.

Erwin Ortner ist Gründer und künstlerischer Leiter des Arnold Schoenberg Chores. Zahlreiche Einspielungen und Preise dokumentieren eine enge, langjährige Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt und dem Concentus Musicus Wien, so u. a. im Jahr 2002 die Verleihung des »Grammy« in der Kategorie »Beste Choraufführung«.Der gebürtige Wiener studierte an der dortigen Musikhochschule Musikpädagogik, Kirchenmusik und Dirigieren bei Hans Swarowsky sowie Chordirigieren bei Hans Gillesberger. Seit 1980 lehrt er als Professor für Chorleitung und chorische Stimmbildung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien, in den Jahren 1996 bis 2002 war er dort Rektor.Als Dirigent führten ihn Projekte gemeinsam mit Maurizio Pollini nach New York,Paris, Tokio, Rom und Salzburg. Regelmäßige Einladungen von Orchestern, Opernhäusern und Konzertveranstaltern wie Camerata Salzburg, Staatsoper Berlin, Theater an der Wien, Salzburger Festspiele, Mozartwoche Salzburg und Wiener Konzerthaus dokumentieren seine vielseitige Dirigiertätigkeit im In- und Ausland. Im Jahr 2010 hat Erwin Ortner die Leitung der seit dem Jahr 1498 bestehenden Wiener Hofmusikkapelle übernommen.