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Sparte 4
Vilde Frang
Vilde Frang

1. Sinfoniekonzert

Werke von Sibelius und Schostakowitsch

Jean Sibelius: Finlandia op. 26 / Violinkonzert d-Moll op. 47
Dmitrij Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47

Solistin: Vilde Frang, Violine
Leitung: Toshiyuki Kamioka

Sonntag, 18. September 2011, 11.00 Uhr
Montag, 19. September 2011, 20.00 Uhr in der Congresshalle

Termine: So 18.09. Mo 19.09.

Jean Sibelius (1865 bis 1957) gilt als der finnische Komponist schlechthin. Eng ist seine Kompositionskarriere mit der nationalfinnischen Bewegung um die Jahrhundertwende verbunden. »Finlandia« op. 26, die bekannteste Tondichtung von Sibelius, steht in dieser gegen die zaristische Zentralregierung in St. Petersburg gerichtete Tradition. Ihr hymnischer Charakter machte »Finlandia« 1899 zu einer Art Nationalhymne. In sein Violinkonzert d-Moll op. 47 brachte Sibelius als hervorragender Geiger seine eigenen Erfahrungen ein. Geschrieben 1903, entstand es in der Zeit der ersten Sinfonien, doch es erweist sich weniger am nationalfinnischen Topos orientiert. Stattdessen erinnert das Werk an die spätromantischen Konzerte von Tschaikowsky und Dvořák. Sinfonisch konzipiert, liegt es besonders am Solisten, unter hohen technischen Anforderungen im Austausch zwischen Soloinstrument und Orchester die richtige Wirkung zu erzielen. Das Konzert zählt heute zu den Standardwerken der Violinliteratur.
Der russische Komponist Dmitrij Schostakowitsch (1906 bis 1975) musste sich seit 1936 der Korrumpierung seiner künstlerischen Arbeit durch die Sowjetregierung erwehren. Von der 5. Sinfonie d-Moll op. 47 an bewegt sich sein Werk zwischen künstlerischem Protest und Rechtfertigung. Getragen von einer immensen Kraft, erzählt das Werk von unbeschwerten vergangenen Zeiten und spitzt sich auf einen zynischen Marsch hin zu.