2. Sinfoniekonzert
Stephen Danker: The World of Yesterday (2005)
Robert Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
Sinfonie Nr.3 Es-Dur op. 97 >>Rheinische<<
Solistin: Maria Kliegel, Violoncello
Leitung: Klauspeter Seibel
2010 ist Robert-Schumann-Jahr: Wir begehen in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag. 1850 trat Schumann seine neue Position als Musikdirektor der Stadt Düsseldorf an. Es war ein produktives Jahr, dem wir nicht nur die 3. Sinfonie, sondern auch das Cellokonzert verdanken. Da die ersten Kritiker der neuen Sinfonie darin »ein Stück rheinischen Lebens« gehört haben wollten, etablierte sich schnell der Beiname »Rheinische«. In der Tat war der aus Sachsen an den Rhein gekommene Schumann beeindruckt, etwa durch einen Besuch des Kölner Doms, welcher seinen Niederschlag im 4. Satz fand (»Feierlich«). Das Cellokonzert musste dagegen bis 1867 auf seine Uraufführung warten. Clara Schumann lobte daran »die Romantik, den Schwung, die Frische und den Humor«. Heute gehört das a-Moll-Cellokonzert zu den beliebtesten romantischen Repertoirestücken. Das Werk des amerikanischen Komponisten Stephen Dankner (*1944) umfasst neun Sinfonien, Solokonzerte, Kammermusik und Liedzyklen. 2004 bis 2007 amtierte er als Composer-in-Residence beim Louisiana Philharmonic Orchestra. Zum 60-jährigen Bestehen der Nürnberger Symphoniker 2006 schrieb er das Auftragswerk »Albrecht Dürer – The Apocalypse of St. John«. Die Tondichtung »The World of Yesterday« (Die Welt von Gestern) nimmt Bezug auf den Titel der Autobiographie des Schriftstellers Stefan Zweig und ist ein Blick zurück in die untergegangene Welt des österreichischen Kaiserreiches vor 1918, die der Komponist in Form von Erzählungen und Liedern seines Großvaters kennenlernte.
Klauspeter Seibel war Generalmusikdirektor an den Städtischen Bühnen Freiburg und stellvertretender GMD an der Hamburgischen Staatsoper. 1980 wurde er zusätzlich Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker, bis er 1987 als Generalmusikdirektor nach Kiel berufen wurde. Im Jahre 1995 wählte ihn das Louisiana Philharmonic Orchestra in New Orleans zu seinem Chefdirigenten. Seit 2004 ist er dort Erster Gastdirigent und erhielt 2008 von der Loyola University den Ehrentitel Doctor of Music. In Europa war Klauspeter Seibel an einer Vielzahl von Opernund Konzerthäusern zu Gast, mit einer dauerhaften Verbindung zu Hamburg, Frankfurt und Dresden. Eine besonders enge und langjährige Zusammenarbeit besteht mit dem Choreographen John Neumeier.
Maria Kliegel: Nach dem Studium bei Janos Starker an der Indiana University in Bloomington, USA, gewann sie den 1. Grand Prix des »Concours Rostropowitsch Paris« (1981). Mstislav Rostropowitsch wurde zu einem ihrer wichtigsten Mentoren. Maria Kliegel – »La Cellissima« – ist seitdem eine weltweit gefragte Künstlerin. Die internationale Fachpresse würdigt viele ihrer Interpretationen als mustergültig und richtungsweisend. Zahlreiche Auszeichnungen folgten, unter anderen zwei Grammy-Nominierungen. Zeitgenössische Komponisten widmen der Cellistin gerne ihre Werke. Für ihr Engagement im Nelson Mandela Children’s Fund und ihren Einsatz für andere Hilfsprojekte erhielt sie 1999 den Verdienstorden des Landes NRW. Seit 1986 ist sie Professorin an der Kölner Musikhochschule.



