1. Sinfoniekonzert
Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll KV 491
Gustav Mahler: Sinfonie Nr.5 cis-Moll
Solistin: Anne Queffélec, Klavier
Leitung: Toshiyuki Kamioka
Sonntag, 5. September, 11.00 Uhr
Montag, 6. September, 20.00 Uhr in der Congresshalle
Das Klavierkonzert wurde in den Wiener Jahren zur vorherrschenden Gattung im Schaffen Mozarts. 1782 bis 1786 entstanden insgesamt 15 Klavierkonzerte, mit denen Mozart selbst als Solist aufzutreten pflegte. Für die Zeit höchst ungewöhnlich, stehen zwei der Konzerte in Moll-Tonarten: im d-Moll-Konzert (KV 466) und noch mehr im c-Moll-Konzert (KV 491) geht Mozart nun eigene Wege fernab der Konvention. Für das c-Moll-Konzert schreibt Mozart die größte Instrumentierung seiner Konzerte, die kaum durch die Besetzung der Sinfonien übertroffen wird. Er nutzt sie zu einem Werk mit Bekenntnischarakter, großer Dichte und Klangdifferenzierung. 2010 jährt sich Gustav Mahlers Geburtstag zum 150. Mal. Mit der Sinfonie Nr. 5 cis-Moll beginnt eine neue Phase im Schaffen Mahlers. Er befindet sich um die Jahrhundertwende auf dem Höhepunkt seiner Wiener Kapellmeister- Karriere und hat sich als Komponist allgemeine Anerkennung verschafft. Seine Sinfonien lösen sich nun von Lied und Gesang der »Wunderhorn «-Welt und bewegen sich hin zu einer reinen Instrumentalform. Die »Fünfte« steht jedoch 1904 im Umfeld der »Kindertotenlieder« und der »Rückert-Lieder«, die er nun separat konzipiert. Das Rückert-Lied »Ich bin der Welt abhanden gekommen« bildet die Grundlage für den 4. Satz (Adagietto), der als »Lied ohne Worte« das Werk auch über den Konzertsaal hinaus bekannt machte. Die stark kontrastierenden Sätze sind auf vielfache Weise miteinander verwoben.
Anne Queffélec ist eine der beliebtesten Pianistinnen ihrer Generation. Nach Beendigung ihres Studiums am Pariser Konservatorium zog sie nach Wien, um bei Paul Badura-Skoda, Jörg Demus und vor allem Alfred Brendel ihre Studien fortzusetzen. Sie spielte als Solistin mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, Philharmonia Orchestra, BBC Symphony Orchestra oder der Academy of St. Martin in the Fields und arbeitete mit Dirigenten wie Pierre Boulez und John Eliot Gardiner. Mehr als 30 CD-Einspielungen liegen von ihr vor. 1990 wurde sie mit dem Preis »Victoires de la Musique« in der Kategorie »Beste Künstlerin des Jahres« ausgezeichnet. Sie ist regelmäßiger Gast der London Proms. Beim Festival von La Roque d’Anthéron 2003 spielte sie die kompletten Mozart-Sonaten in sechs Konzerten. Außerdem ist sie unter der Leitung von Sir Neville Marriner auf dem Soundtrack des Films »Amadeus« zu hören.
Toshiyuki Kamioka hat zur Saison 2009/2010 sein Amt als neuer Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatstheaters angetreten. Er studierte an der Tokyo National University of Fine Arts and Music die Fächer Dirigieren, Komposition, Klavier und Violine. 1984 kam er nach Deutschland und setzte sein Studium an der Musikhochschule Hamburg fort. Seine Theaterkarriere begann Toshiyuki Kamioka als Kapellmeister der Städtischen Bühnen in Kiel. 1992 wurde er am Opernhaus in Essen Erster Kapellmeister und übernahm 1996/1997 als Generalmusikdirektor die musikalische Leitung des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. 2004 bis 2009 war Toshiyuki Kamioka Generalmusikdirektor der Wuppertaler Bühnen und des Sinfonieorchesters Wuppertal. Seit 2009 bleibt er dem Orchester als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter verbunden. Er ist ein gefragter Gastdirigent namhafter Orchester in Europa und Japan. Auch als Pianist und versierter Kammermusikpartner hat er sich einen Namen gemacht. Als Professor für Dirigieren an der Hochschule für Musik Saar und Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatstheaters und -orchesters wird er eine gemeinsame Orchesterakademie mit aufbauen.



