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Schauspiel

Nino Burduli, Ron Zimmering
Nino Burduli, Ron Zimmering
Hans-Georg Körbel, Saskia Petzold
Hans-Georg Körbel, Saskia Petzold
Tamar Mamulashvili, Ekatarine Kalatozishvili, Saskia Petzold
Tamar Mamulashvili, Ekatarine Kalatozishvili, Saskia Petzold
Pit-Jan Lößer, Natalie Hanslik<br />(© Thomas M. Jauk)
Pit-Jan Lößer, Natalie Hanslik
(© Thomas M. Jauk)

Kokoro

Schauspiel von Nino Haratischwili
Eine deutsch-georgische Kooperation

Inszenierung: Nino Haratischwili
Bühnenbild: Julia Bührle-Nowikowa
Kostüme: Gunna Meyer

In deutscher und georgischer Sprache – mit deutschen Übertiteln

Uraufführung am Samstag, 19. Mai 2012 in der Alten Feuerwache

Termine: Sa 19.05. Fr 25.05. Fr 01.06. Di 05.06. Mi 06.06. Sa 09.06. Fr 15.06. Fr 22.06. So 24.06. Di 26.06. Do 28.06.

Nino Haratischwili ist eine leichtfüßige Grenzgängerin zwischen zwei Welten. In der Alten Feuerwache inszeniert sie mit einem deutsch-georgischen Ensemble.

Nach jahrelanger Abstinenz wird die Theaterpartnerschaft zwischen Tbilisi und Saarbrücken mit neu belebt. Die junge Autorin und Regisseurin Nino Haratischwili hat »Kokoro« im Auftrag des Staatstheaters für ein deutsch-georgisches Ensemble entwickelt. 

In »Kokoro« treffen neun schillernde Charaktere in lose aufeinander folgenden Episoden aufeinander. Zufällig zusammengewürfelt wirken sie auf den ersten Blick, scheinbar parallel entwickeln sich ihre Geschichten, bis sich Schritt für Schritt ein feines Beziehungsnetz offenbart. Mütter, Söhne, Ehepartner, Liebhaber. Traurige, einsame Glückssucher sind sie. Deutsche, Georgier, Heimatlose. In ihren familiären Bindungen finden sie keinen Trost, hier lauern die wahren Katastrophen. Aber trotzdem, da ist Hoffnung …

Nino Haratischwili ist in beiden Kulturen zu Hause und bewegt sich mit ihrer Theaterarbeit als leichtfüßige Grenzgängerin zwischen zwei Welten, der deutschen und georgischen Kultur. In Tbilisi aufgewachsen, hat sie in Hamburg Regie studiert und schreibt seit einigen Jahren in deutscher Sprache zahlreiche Theaterstücke und Romane (zuletzt 2011 »Mein sanfter Zwilling«). Ihre sprachlich überzeugenden Texte verknüpfen auf eindringliche Art und Weise Politisches und Familiär-Privates. Haratischwili ist eine Autorin mit ungewöhnlich stark entwickeltem Gefühl für Spannung und Rhythmus. Ihre Stücke (z. B. »Radio Universe«, UA Kampnagel Hamburg, 2010, »Zorn«, UA Deutsches Theater Göttingen, 2010) haben einen ganz eigenen faszinierenden Klang und entwickeln eine Sogkraft, die sich in modernen Theatertexten selten finden lässt.

In Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Saarbrücken
Mit freundlicher Unterstützung von Saartoto

Besetzung
Winnie:
Nino Burduli
Maja:
Ekatarine Kalatozishvili
Deborah: Natalie Hanslik
Noa: Pit-Jan Lößer
Una: Ron Zimmering
Frank Sinatra: Hans-Georg Körbel
Robert: Heiner Take
Marina: Saskia Petzold
Leila: Tamar Mamulashvili


Pressestimmen

»Ein geschickt gewebtes dramaturgisches Netz nimmt den Betrachter regelrecht gefangen: Auf einmal hängt alles mit allem zusammen, Beziehungen werden offensichtlich, und die rätselhaften Verbindungen werden über die kulturellen und sprachlichen Grenzen hinweg sichtbar. […] Es ist eine bemerkenswerte Inszenierung, die trotz babylonischer Sprachverwirrung (ein bisschen Englisch wird auch gesungen) wie aus einem Guss ist. Das Ensemble ist ausgezeichnet aufeinander eingespielt, jeder reagiert hellwach auf den anderen – fast, als verstünden sie die fremden Laute. Ein sehenswerter Abend.«
Rainer Nolden, Die Deutsche Bühne
Die komplette Kritik lesen Sie hier

»Julia Bührle-Nowikowas Bühne […] verkörpert kongenial diese sehr, sehr wehmütige Elegie. […] Mit welcher Emphase das Stück die Desillusionierten gleichsam voller Trost umarmt, ist von bezaubernder Anmut. […] Mit jeder Körperfaser präsent, eine mimische Lehrmeisterin der alten Schule: Tamar Mamulashvili. […] Ekatarine Kalatozishvili spielt, als sei die Rolle ihr auf den Leib geschrieben. […] Ron Zimmering, glaubwürdig bis in die Fingerspitzen. Nicht allein, weil [die georgischen Schauspielerinnen] in ihrer Heimatsprache agieren, erweitern sie das hiesige schauspielerische Potenzial. […] Großer Applaus, sehr zurecht.«
Christoph Schreiner, Saarbrücker Zeitung

»Ein guter deutsch-georgischer Theaterabend. […] Bedrückend, verstörend – hervorragend dargestellt von den Schauspielern, die ihre verschiedenen Charaktere voll und gekonnt ausfüllen. Clever ist das Spiel zwischen deutscher und georgischer Sprache, anspielungsreich das Bühnenbild mit gebrochenen Gleisen und zerborstenem Schiff.«
Michael Schmitt, Saartext