Operation Orchester. Oper ohne Sänger
Wolfgang Amadeus Mozarts »Die Zauberflöte« mehr als live!
Musikalische Leitung: Andreas Wolf
Inszenierung: Tom Ryser
Bühnenbild und Video: Julica Schwenkhagen
Arrangements: Natalya Chepelyuk
Premiere am 16. März 2013 in der Industriekathedrale Alte Schmelz, St. Ingbert, nur wenige Vorstellungen
Normalerweise versteckt er sich im Graben, der größte Apparat des Theaterbetriebes: das Orchester. Das unsichtbare Orchester, man hört es, aber man sieht es nicht. Jetzt wird es Zeit, die Musikerinnen und Musiker aus der Versenkung zu holen, ins richtige Licht zu rücken und zum Protagonisten eines Abends zu machen.
Die Oper aller Opern, »Die Zauberflöte« dient als Material für diese Oper ohne Sänger. Sie glauben, Sie kennen die Zauberflöte? Doch so werden Sie sie noch nie gehört haben: In der atemberaubenden Klangkulisse der Industriekathedrale Alte Schmelz und inmitten des Saarländischen Staatsorchesters sitzend, erleben Sie, wie einzelne Stimmgruppen klingen, was passiert, wenn Instrumente die Arien singen, wenn die Tuba den Geigenpart spielt, das Tempo ungewohnt schnell oder langsam ist, wenn die Musik zerlegt wird und sich dann auf raffinierte Weise wieder zusammensetzt.
Die Vorstellung beginnt um 20.00 Uhr in der Industriekathedrale Alte Schmelz, St. Ingbert. Die Inszenierung beginnt aber schon viel früher: Um 19.15 Uhr fährt der Bus-Service des SST vom Vorplatz des Staatstheaters los und bringt die BesucherInnen in die Industriekathedrale Alte Schmelz. Per Videoeinspielung wird Stefan Röttig auf der Fahrt in diese ganz besondere Produktion einführen. Um 19.45 Uhr nimmt Stefan Röttig die BesucherInnen in der Alten Schmelz in Empfang und leitet über in die Vorstellung.
Am Premierenabend wird darüber hinaus um 19.15 Uhr in der Industriekathedrale Alte Schmelz ein Auftakt!-gespräch zwischen der Operndirektorin Brigitte Heusinger und dem Regisseur Tom Ryser stattfinden, und am Karsamstag, 30. März, gibt es ebenfalls um 19.15 in der Industriekathedrale eine Einführung in die Entstehung des Projektes.
Empfohlen ab 8 Jahren
Einheitspreis 18 Euro/ermäßigt 12 Euro
Mit: | |
Eva ABELS | Inna MÁSLOVA |
Pressestimmen
»Eine Überraschung folgt der anderen. Eine Geigerin ahmt Papageno mit Flageolettönen nach, eine Bratsche begleitet; das Orchester kommentiert mit Einwürfen. Papagenos Fünfton-Pfeifchen wird vom schweren Blech parodiert. Ein Bratscher erhält Beifall für eine Jazz-Variante eines Mozart-Themas. Die Rache-Arie der nächtlichen Königin erklingt doch, aber von den Holzbläsern, unterbrochen von schmetternder Pauke. Dabei ständig Anklänge auch an das szenische Geschehen der Oper, wobei die Parodie glaubhafter wirkt als das Original. […]
Fazit: ›Operation Orchester‹ gelungen, Patient lebendiger als zuvor. Eine Notlösung gebar eine neue Opernform, und ein Klangkörper entfaltete brachliegende Talente als Schauspieler, Komiker und Maultrommler […] Leider sind nur noch zwei Aufführungen geplant – keinesfalls versäumen!«
Hans Bünte, Saarbrücker Zeitung
»Wer klassische Oper erwartet hat, geht leer aus. Wer aber offen ist für Neues, kommt voll auf seine Kosten. So nah ist man den Musikern nie. Und die zeigen teils ganz neue Stärken. Einfach toll! […] Die Industriekathedrale liefert für dieses Projekt die perfekte Kulisse. Operation gelungen! «
Michael Schmitt, Saartext
»Das war ein ganz tolles Erlebnis. Denn die Operndirektorin Brigitte Heusinger hat wirklich etwas riskiert. Sie hat den Schweizer Schauspieler und Regisseur Tom Ryser engagiert – einer, der viel Erfahrung mit unkonventionellen Musiktheaterprojekten hat. […] Solche Projekte geben eine Antwort auf die Frage, wie man die Oper vor der Vergreisung und damit am Leben erhalten kann.«
Reingart Sauppe, SR2 KulturRadio






