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Saarländisches Staatstheater Saarbrücken, 4 kB
Sparte 4
Industriekathedrale Alte Schmelz
Industriekathedrale Alte Schmelz
Haruko Imasawa, Haiganus Cutitaru
Haruko Imasawa, Haiganus Cutitaru
Stefan Röttig, Saarländisches Staatsorchester
Stefan Röttig, Saarländisches Staatsorchester
Frank Grandjean, Motonobu Futakuchi <br/>© Thomas M. Jauk
Frank Grandjean, Motonobu Futakuchi
© Thomas M. Jauk

Operation Orchester. Oper ohne Sänger

Wolfgang Amadeus Mozarts »Die Zauberflöte« mehr als live!

Musikalische Leitung: Andreas Wolf
Inszenierung: Tom Ryser
Bühnenbild und Video: Julica Schwenkhagen
Arrangements: Natalya Chepelyuk

Premiere am 16. März 2013 in der Industriekathedrale Alte Schmelz, St. Ingbert, nur wenige Vorstellungen

Termine: Sa 16.03. Sa 30.03. So 14.04.

Normalerweise versteckt er sich im Graben, der größte Apparat des Theaterbetriebes: das Orchester. Das unsichtbare Orchester, man hört es, aber man sieht es nicht. Jetzt wird es Zeit, die Musikerinnen und Musiker aus der Versenkung zu holen, ins richtige Licht zu rücken und zum Protagonisten eines Abends zu machen.
Die Oper aller Opern, »Die Zauberflöte« dient als Material für diese Oper ohne Sänger. Sie glauben, Sie kennen die Zauberflöte? Doch so werden Sie sie noch nie gehört haben: In der atemberaubenden Klangkulisse der Industriekathedrale Alte Schmelz und inmitten des Saarländischen Staatsorchesters sitzend, erleben Sie, wie einzelne Stimmgruppen klingen, was passiert, wenn Instrumente die Arien singen, wenn die Tuba den Geigenpart spielt, das Tempo ungewohnt schnell oder langsam ist, wenn die Musik zerlegt wird und sich dann auf raffinierte Weise wieder zusammensetzt.

Die Vorstellung beginnt um 20.00 Uhr in der Industriekathedrale Alte Schmelz, St. Ingbert. Die Inszenierung beginnt aber schon viel früher: Um 19.15 Uhr fährt der Bus-Service des SST vom Vorplatz des Staatstheaters los und bringt die BesucherInnen in die Industriekathedrale Alte Schmelz. Per Videoeinspielung wird Stefan Röttig auf der Fahrt in diese ganz besondere Produktion einführen. Um 19.45 Uhr nimmt Stefan Röttig die BesucherInnen in der Alten Schmelz in Empfang und leitet über in die Vorstellung.

Am Premierenabend wird darüber hinaus um 19.15 Uhr in der Industriekathedrale Alte Schmelz ein Auftakt!-gespräch zwischen der Operndirektorin Brigitte Heusinger und dem Regisseur Tom Ryser stattfinden, und am Karsamstag, 30. März, gibt es ebenfalls um 19.15 in der Industriekathedrale eine Einführung in die Entstehung des Projektes.

 

Empfohlen ab 8 Jahren
Einheitspreis 18 Euro/ermäßigt 12 Euro

Mit:

Eva ABELS
Stefan BENDER
Wolfgang BICHLMEIER
Irena BILOTAITE
Wilfried BLATZHEIM
Timothy BRAUN
Joris Lui BUSCH
Christine CHRISTIANUS
Marie COLOMBAT
Olivia COMPAROT
Jan CREUTZ
Haiganus CUTITARU
Christian DEUSCHEL
Mechtild DIEPERS
Edgar DLUGOSZ
Irmtraut ENGEL
Reinhold ERNST
Anso FIEDLER
Ekkehart FRITZSCH
Motonobu FUTAKUCHI
Iris GEHL
Ansgar GEßNER
Frank GRANDJEAN
Andriy GUDZIY
Martin HANNA
Ole HANSEN
Martin HENNECKE
Isabelle HERHAMMER
Haruko IMASAWA
Eri INOUE
Adrian JANKE
Friederike JERRENTRUP
Benjamin JUPÉ
Andreas KIEFER
Amanda KLEINBART
Jan KRAUSE
Anna KUDRYAVTSEVA
Thomas KULA
Leszek KUSMIREK
Jürgen LANTZ
Anne-Katrin LAPORTE
Jörg LIESER
Angelika MAAS
Isabelle MANCK

Inna MÁSLOVA
Kai-Holger MEIER
Regina MICKEL
Lukas MIMURA
Daniel MOHRMANN
Lutz MÜLLER
Janine NEUGEBAUER
Holger NIEßING
Charlotte NYBORG
Michal ONDRUJ
Sachiko OTA
Matthias PISTORIUS
Ursula PISTORIUS
Sebastian POYAULT
Gábor REITER
Stefan RÖTTIG
Martin RUPPERT
Bernd SCHÄFER
Sophia SCHEUER
Martina SCHNEPP
Günter SCHRAML
Uwe SCHRAMM
Silke SCHRÖDER
Hartwig SCHUBERT
Dominik SCHUGK
Simon SEIDEL
Walter SKARBA
Lizabeta SOPPI
Wolfram STIFEL
Dorothee STREY
Thomas STREY
Denis THEIS
Claudia TILLER
Hiroko TOMINAGA
Peronnik TOPP
Reinhard VOGLER
Martin VOGTEL
Thomas VOGTEL
Johannes WALTER
Matthias WEIßENAUER
Helmut WENDELER
Günther WÖRNER
Duckkyu YOON
Nikolaus ZERFAß
Peter ZIEGLER

 

Pressestimmen
»Eine Überraschung folgt der anderen. Eine Geigerin ahmt Papageno mit Flageolettönen nach, eine Bratsche begleitet; das Orchester kommentiert mit Einwürfen. Papagenos Fünfton-Pfeifchen wird vom schweren Blech parodiert. Ein Bratscher erhält Beifall für eine Jazz-Variante eines Mozart-Themas. Die Rache-Arie der nächtlichen Königin erklingt doch, aber von den Holzbläsern, unterbrochen von schmetternder Pauke. Dabei ständig Anklänge auch an das szenische Geschehen der Oper, wobei die Parodie glaubhafter wirkt als das Original. […]
Fazit:  ›Operation Orchester‹ gelungen, Patient lebendiger als zuvor. Eine Notlösung gebar eine neue Opernform, und ein Klangkörper entfaltete brachliegende Talente als Schauspieler, Komiker und Maultrommler […] Leider sind nur noch zwei Aufführungen geplant – keinesfalls versäumen!«
Hans Bünte, Saarbrücker Zeitung

»Wer klassische Oper erwartet hat, geht leer aus. Wer aber offen ist für Neues, kommt voll auf seine Kosten. So nah ist man den Musikern nie. Und die zeigen teils ganz neue Stärken. Einfach toll! […] Die Industriekathedrale liefert für dieses Projekt die perfekte Kulisse. Operation gelungen! «
Michael Schmitt, Saartext

»Das war ein ganz tolles Erlebnis. Denn die Operndirektorin Brigitte Heusinger hat wirklich etwas riskiert. Sie hat den Schweizer Schauspieler und Regisseur Tom Ryser engagiert – einer, der viel Erfahrung mit unkonventionellen Musiktheaterprojekten hat. […] Solche Projekte geben eine Antwort auf die Frage, wie man die Oper vor der Vergreisung und damit am Leben erhalten kann.«
Reingart Sauppe, SR2 KulturRadio