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Sinfoniekonzerte

8. Sinfoniekonzert
8. Sinfoniekonzert

8. Sinfoniekonzert

Ottorino Respighi: Gli uccelli (Die Vögel)
Nino Rota: Concerto soirée für Klavier und Orchester
Gustav Holst: »Die Planeten« op. 32

Solistin: Enrica Ciccarelli, Klavier
Damenchor des Saarländischen Staatstheaters
Leitung: Toshiyuki Kamioka

Sonntag, 19. Juni 2011, 11.00 Uhr
Montag, 20. Juni 2011, 20.00 Uhr in der Congresshalle

Termine: So 19.06. Mo 20.06.

Es war ein einziges Werk, das den britischen Komponisten Gustav Holst (1874 bis 1934) berühmt machte: seine große und ungemein effektvolle Orchestersuite »The Planets« op. 32, geschrieben in den Jahren des 1. Weltkriegs und 1920 erstmals komplett aufgeführt. Holst weist den Planeten bestimmte Eigenschaften zu: Mars, der Kriegsbringer; Venus, die Friedensgöttin; Jupiter sorgt für Glück und Saturn für langes Leben. In »Neptun« schließlich lösen sich auf mystische Weise Raum und Zeit auf. Ottorino Respighi (1879 bis 1936) wurde als Komponist 1917 mit »Fontane di Roma« bekannt, aufgeführt durch Arturo Toscanini. Er orientierte sich an der Alten Musik und der Geschichte Italiens – der Antike, der Renaissance und dem Barock. Auch »Gli Uccelli« ist eine Suite im Stil des 17. Jahrhunderts mit festlicher Intrada und musikalischen Porträts unterschiedlicher Vögel: Taube, Henne, Nachtigall und Kuckuck. Nino Rota (1911 bis 1979) kennen wir in erster Linie als Komponisten von Filmmusiken für Federico Fellini und Luchino Visconti: »La Strada«, »La Dolce Vita« und »Der Leopard« sind Kompositionen von Nino Rota, ebenso »Der Pate« von Francis Ford Coppola. Parallel zur Arbeit für den Film schrieb Rota Opern, Ballette sowie Instrumental- und Vokalwerke. Auch im Klavierkonzert »Concerto soirée« (1961) ist die Filmwelt präsent: Eine Melodie aus dem dritten Satz war ursprünglich als Thema für »La Strada« gedacht. Nino Rota, dessen 100. Geburtstag wir 2011 begehen, war selbst ein brillanter Pianist und führte das »Concerto soirée« häufig als Solist auf.  

 

Enrica Ciccarelli studierte Klavier und Orgel am Konservatorium Giuseppe Verdi in Mailand. Zahlreiche Engagements als Solistin ließen sie mit namhaften Orchestern wie den Berliner Symphonikern, dem Mozarteum-Orchester Salzburg, dem Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, Orchestra di Santa Cecilia Rom, den Stuttgarter Philharmonikern und I Solisti Veneti arbeiten. Auch als Kammermusikerin ist sie rege tätig. Aufnahmen entstanden für die RAI, den Österreichischen Rundfunk, das Slowenische Fernsehen und Radio France. Für ihre CD-Aufnahme der Klavierkonzerte von Clara und Robert Schumann mit dem Philharmonischen Orchester Montpellier erhielt sie den Preis des Magazins »Musica«. Ihr Debüt im Concertgebouw Amsterdam mit Edvard Griegs Klavierkonzert wurde live auf CD mitgeschnitten.

 

Toshiyuki Kamioka hat zur Saison 2009/2010 sein Amt als neuer Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatstheaters angetreten. Er studierte an der Tokyo National University of Fine Arts and Music die Fächer Dirigieren, Komposition, Klavier und Violine. 1984 kam er nach Deutschland und setzte sein Studium an der Musikhochschule Hamburg fort. Seine Theaterkarriere begann Toshiyuki Kamioka als Kapellmeister der Städtischen Bühnen in Kiel. 1992 wurde er am Opernhaus in Essen Erster Kapellmeister und übernahm 1996/1997 als Generalmusikdirektor die musikalische Leitung des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. 2004 bis 2009 war Toshiyuki Kamioka Generalmusikdirektor der Wuppertaler Bühnen und des Sinfonieorchesters Wuppertal. Seit 2009 bleibt er dem Orchester als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter verbunden. Er ist ein gefragter Gastdirigent namhafter Orchester in Europa und Japan. Auch als Pianist und versierter Kammermusikpartner hat er sich einen Namen gemacht. Als Professor für Dirigieren an der Hochschule für Musik Saar und Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatstheaters und -orchesters wird er eine gemeinsame Orchesterakademie mit aufbauen.