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Gastspiel des Théatre National du Luxembourg
von Nico Helminger
Gastspiel des Théatre National du Luxembourg
Text: Nico Helminger
Regie: Frank Hoffmann
Bühne: Christoph Rasche
Kostüme: Dagmar Weitze
Musik: René Nuss
Dienstag, den 02. Oktober 2007, 19:30 Uhr in der Alten Feuerwache
Robbie Williams ist als Vertreter Ming Peis nach Luxemburg gereist, um die Präsentation einer Installation Peis im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres feierlich zur eröffnen. Aber alles kommt ganz anders, hat er doch ausgerechnet den verkrachten Straßenmusiker Foda dazu ausersehen, einen Umschlag mit wichtigen Dokumenten an Sylvain Ackermann vom Kulturministerium zu übergeben. Foda wird nun für den Vertreter Ming Peis gehalten, Williams wird als unerwünschter Ausländer verhaftet... Doch am Ende wird alles gut, denn eine Blamage kann man sich schließlich nicht erlauben. Daneben stehen Charaktere aus dem Luxemburger Alltag, Luxemburger, Grenzgänger, Ausländer, ein Polizist, und dem „echten“ blauen Hirschen begegnet man in Nico Helmingers now here & nowhere zum ersten Mal persönlich.
Wenn die Großregion ein Modell Europas ist, dann ist Luxemburg sein wahres Laboratorium. Im Schnittpunkt zwischen Landwirtschaft und internationalem Finanzzentrum liegt der kleine Winkel und die große Welt, aber alles an einem Ort und in allen Sprachen zugleich. Der Kultur kommt in dieser Situation eine entscheidende Funktion zu. Sie soll Orientierung schaffen, Identität stiften. Dass die Kultur ein luxemburgisches Projekt ist, davon spricht Nico Helmingers now here & nowhere. Konsequent in vier Sprachen, luxemburgisch, französisch, deutsch und englisch, verfasst, nähert sich der Autor in einem grotesken Sprachspiel der Fragwürdig-keit einer forcierten Verortung der Kultur im Kulturhauptstadtjahr. now here & nowhere: eine poetische Groteske um Identitäten (echte und gespielte).
Es spielen: Marc Baum, Yves Bourgnon, Pol Hoffmann, Marja-Leena Junker, Nora Koenig, Marc Limpach, Marco Lorenzini, Marc Sascha Migge, Christiane Rausch, Annette Schlechter, Raoul Schlechter, Roger Seimetz, Jessica Simoes, Germain Wagner