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Musical von Frank Wildhorn
für die Bühne konzipiert von Steve Cuden & Frank Wildhorn
Buch und Liedtexte von Leslie Bricusse – Deutsch von Susanne Dengler
Musik von Frank Wildhorn
Orchestrierung von Kim Scharnberg – Arrangements von Jason Howland
Musikalische Leitung: Christophe Hellmann
Inszenierung: Bernhard Stengele
Bühnenbild: Stephan Prattes
Kostüme: Angela C. Schuett
Choreografie: Annett Göhre
Mit französischen Übertiteln / Surtitré en français
Premiere: Samstag, 15. Dezember 2007 im Staatstheater
Pressestimmen:
"Das Orchester (Leitung: Christophe Hellmann) verleiht den balladesken Melodien von Frank Wildhorn berückende Geschmeidigkeit.
Sie brauchen große Sänger-Darsteller. Und die hat Saarbrücken. Mischa Mang in der Titel-Doppelrolle: ein Löwenmähnen-Haupt mit durchsetzungsmächtiger Röhre ohne Opern-Timbre. (...)
"Geliebtester" nennt ihn seine Verlobte Lisa, deren Unerschütterlichkeit Bettina Mönch meisterhaft herausarbeitet, dank glockenheller und dennoch massiver Stimme. Eine große Klare, die antritt gegen die Hure Lucy: Sanni Luis zeichnet sie als Zerbrechliche, weniger luderhaft denn kindlich-kokett ihr Sex-Appeal, die Stimme modulationsfähig zwischen markerschütternder oder gehauchter Verzweiflung. Volle Musical-Kraft voraus, das ist nun mal unwiderstehlich."
Catrin Elss-Seringhaus, Saarbrücker Zeitung
"Musical, das ist Ballett, Tanz und pompöses Bühnenbild - oder auch nicht! Bei "Jekyll & Hyde" wird darauf verzichtet. Das Stück stützt sich voll und ganz auf den Hauptdarsteller in der Doppelrolle. Und die meistert Mischa Mang perfekt. Auch das übrige Ensemble samt Chor führt kein Schattendasein. Mitreißend, unterhaltsam und gekonnt. Endlich wieder großes Musical im Staatstheater!"
Saartext
"Neben Mischa Mang glänzt vor allem Sanni Luis in der Rolle der Prostituierten Lucy, sehr sexy mit rauchig-verruchter Stimme und branchenüblichem Outfit. Auch der Chor des Staatstheaters singt und spielt sehr überzeugend unter der Regie von Bernhard Stengele und der Choreografin Annett Göhre. Die beiden haben sehr klug eine moritatenhafte Bildsprache gefunden, die gar nicht erst so tut, als gebe es irgendwo im Stück eine Art von Tiefgang. Schließlich singt der Chor schon im zweiten Bild: "Es ist alles nur Fassad'". Aber die ist ihnen allen - auf, hinter und unter der Bühne im Orchester - gut gelungen."
Sven Rech, Saarländischer Rundfunk
Über das Stück
Henry Jekyll will eine Medizin finden, die das Gute und das Böse im Menschen zu trennen vermag. Als er glaubt, sie gefunden zu haben, wagt er den Selbstversuch. Doch das Experiment missglückt: Die dunklen Seiten von Jekylls Persönlichkeit verdichten sich zu einem Alter Ego namens Edward Hyde. Jekyll muss fortan ein Doppelleben führen: als Hyde zieht er durch die Straßen Londons, um seine gewalttätigen erotischen Fantasien an der Prostituierten Lucy auszuleben und sich an denen zu rächen, die ihn als Wissenschaftler nicht ernstgenommen haben, als Jekyll verkriecht er sich sehr zum Kummer seiner Verlobten Lisa Carew und seines besten Freundes John Utterson in seinem Laboratorium, um ein Gegenmittel zu finden. Doch die Verwandlungen und Rückverwandlungen werden immer weniger kontrollierbar: Jekyll kann Lucy nicht vor Hyde beschützen, und am Tage der Hochzeit Jekylls mit Lisa zeigt Hyde vor dem Traualtar seine gräßliche Fratze. Es kommt zur entscheidenden Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, zwischen Leben und Tod.
Die Musical-Fassung von Robert Louis Stevensons rätselhafter Novelle «The strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde» feierte 1990 in Houston Premiere, lief in überarbeiteter Fassung vier Jahre lang höchst erfolgreich am Broadway und wurde durch Tourneeproduktionen in Bremen und Köln auch in Deutschland bekannt. Sie setzt mit der Hinzufügung zweier starker Frauenfiguren neue Akzente und glänzt nicht nur mit eingängigen Songs wie „Dies ist die Stunde“ oder „Da war einst ein Traum“, sondern auch mit temporeichen Ensembleszenen.
Es singen: Mischa Mang (Henry Jekyll & Edward Hyde), Bettina Mönch/Elizabeth Wiles (Lisa), Sanni Luis (Lucy), Fernand Delosch/Stefan Röttig (Utterson),
Naira Glountchadze/ Maria Pawlus (Lady Beaconsfield), Guido Baehr/Vadim Volkov (Sir Danvers Carew), Rupprecht Braun/ Harald Häusle (Bischof von Basingstoke), Otto Daubner/Markus Jaursch (General Lord Glossop), Algirdas Drevinskas (Simon Stride), Alto Betz/Antoniy Ganev (Sir Archibald Proops), Johannes Bisenius/Frank Kleber (Lord Savage), Terence Vanden Berg/Frank Kleber (Albert), Terence Vanden Berg/Frank Kleber (Mike), Elmar Böhler/Vladimir Makarov (junger Mann 1), Kim Dong-Hoon/Chang-Kyu Lim (junger Mann 2), Sung-WooKim /Dae-SeokChoi (junger Mann 3), Min-SungKang /Ji-HyunLee (Zeitungsjunge), Manfred Rammel/Terence Vanden Berg (Priester)
Wegen eines tragischen Unglücksfalles in ihrer Familie kann Ana Christine Haffter nicht wie angekündigt die Inszenierung übernehmen. Stattdessen wird die Produktion von Bernhard Stengele szenisch geleitet.
Christophe Hellmann arbeitete nach seinem Studium in Aachen und Düsseldorf an der Staatsoper Stuttgart und am Theater Bielefeld. Seit 2005 ist er Kapellmeister am Saarländischen Staatstheater. Bernhard Stengele ist in Saarbrücken bestens bekannt als Schauspieler (u.a. «Baal», «Macbeth») und Regisseur (u.a. «Warten auf Godot», «Herr Kolpert», «Das Riesending von Pringewitz», «Die Zaubertrommel»). Seit 2004 ist er Schauspieldirektor des Mainfranken Theaters Würzburg. Stephan Prattes schuf Bühnenbilder u.a. für das Schauspiel- und Opernhaus Graz und die Ruhrtriennale. Dem Saarbrücker Publikum hat er sich mit dem Bühnenbild zu Mozarts «Zauberflöte» vorgestellt.
Angela C. Schuett ist seit 1991 fest am SST engagiert und hat hier unzählige Kostümausstattungen entworfen sowie mehrere Bühnenbilder realisiert.
Annett Göhre wurde an der Staatlichen Ballettschule in Berlin zur Tänzerin ausgebildet und war Mitglied der Tanzcompagnien am Opernhaus Chemnitz und am Staatstheater am Gärtnerplatz in München.