Ausdrucken       Druckversion schließen

details

Herzog Blaubarts Burg
Herzog Blaubarts Burg
Fotos: Björn Hickmann
Fotos: Björn Hickmann

Herzog Blaubarts Burg

Oper in einem Akt von Béla Bartók

Oper in einem Akt von Béla Bartók
Text von Béla Balázs

Musikalische Leitung: Christophe Hellmann
Inszenierung/Raum: Penelope Wehrli
Kostüme: Ellen Hofmann

szenische skulptur in der Reihe <echtzeit>
In ungarischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: Samstag, 8. März 2008 im Staatstheater

 

Termine: Sa 08.03. Sa 15.03. Mi 19.03. So 30.03. Sa 12.04. So 27.04. Di 06.05.

Pressestimmen

"Ich finde, "Herzog Blaubarts Burg" ist ein großartiger Theaterabend, einer der besten, die ich in den letzten Jahren hier gesehen habe. (...) Aus der theatralischen Sicht ist [die Sitzung] hervorragend gelungen - nicht zuletzt wegen Dubravka Musovic als Therapeutin Judith und Olafur Sigurdarson als Blaubart, zwei großartige Stimmen, die im übrigen vom Saarländischen Staatsorchester unter Christophe Hellmann auch großartig begleitet wurden. Von mir also ein großes Bravo für diesen Abend."
Sven Rech, SR2 KulturRadio

"Bezwingende Inszenierung: Penelope Wehrli setzt in Saarbrücken Béla Bartóks "Herzog Blaubarts Burg" so in Szene, dass die Oper weit über sich hinaus weist – auf den Urkonflikt von Mann und Frau und gleich ein ganzes Jahrhundert. (...) es stockt einem schon der Atem, wie unerbittlich, wie zwingend Dubravka Musovic diese Partie singt, wie kalt ihr sonst so feuriger Mezzo klingen kann. Aber genau so deutet Musovic eben perfekt diese Judith in dieser Inszenierung aus – eine große punktgenaue sängerische Leistung! (...) besticht die Konsequenz und die Konzentration, mit der Wehrli ihrer Idee folgt. [...] Christophe Hellmann am Dirigentenpult zeigt da mit dem Staatsorchester viel Gespür für die spezifisch ungarischen Farben in Bartóks Partitur. Konsequent entwickelt das Orchester aus dem Anfangsmotiv heraus die gesamte durchkomponierte Oper. Und so bannen die Klangräume, die das Staatsorchester Blaubarts Seele schafft, nicht weniger als Wehrlis Panoptikum."
Oliver Schwambach, Saarbrücker Zeitung 

Das Stück

Judith verlässt ihre Eltern und ihren Verlobten, um dem geheimnisvollen Blaubart in seine Burg zu folgen. Sie weiß, dass dort Dunkelheit und Kälte auf sie warten, aber sie ist besessen von dem Gedanken, über diesen rätselhaften Mann mehr zu erfahren und ihn dazu zu bringen, sein sorgsam abgeschirmtes Inneres zu offenbaren. An den sieben verschlossenen Türen in Blaubarts Burg ereignet sich ein Drama der Entblößung: Judith und Blaubart treiben sich gegenseitig zum Öffnen der Türen an und werden in einen Strudel der Emotionen hineingerissen. Hinter der letzten Tür verbirgt sich Blaubarts Erinnerung in der Gestalt seiner bisherigen Frauen. Judith besitzt nicht die Kraft, das Gesetz der Wiederholung zu durchbrechen: Sie muss sich ihren Vorgängerinnen hinzugesellen, Blaubart bleibt allein zurück.
Fast archetypisch stehen sich in dieser Oper ein Mann und eine Frau gegenüber. Ein wirkliches Verstehen des anderen Geschlechtes scheint mit Fortschreiten der Handlung immer weniger möglich.

 

Es singen Dubravka Musovic (Judith) und Olafur Sigurdarsson (Blaubart); Katharina Bihler spricht den Prolog.

Christophe Hellmann ist seit der Spielzeit 2005/06 Zweiter Kapellmeister am Saarländischen Staatstheater und übernahm zuletzt die musikalische Leitung der Produktionen "Die Blume von Hawaii", "Romeo und Julia" sowie "Der Wildschütz".

Penelope Wehrli ist eine international gefragte Künstlerin, die an der Schnittstelle zwischen den Bühnenkünsten und den Bildenden Künsten arbeitet. Sie ist Professorin für Szenografie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und hat mit ihren Arbeiten unter anderem am Berliner Maxim Gorki Theater, dem Palast der Republik und dem Theater Basel für Aufsehen gesorgt.

Ellen Hofmann arbeitete von 1993 bis 2004 an der Volksbühne Berlin als Kostümbildnerin u.a. für Johann Kresnik, Tim Staffel, Dimiter Gotscheff und Penelope Wehrli. Seit 2004 arbeitet sie als freie Kostümbildnerin für Katka Schroth, Sasha Waltz, Robert Schuster und Sebastian Baumgarten.