details
Schauspiel von Henrik Ibsen
Inszenierung: Christoph Diem
Bühnenbild: Terese Arildsdatter Riis
Kostüme: Dorothee Scheiffarth
Musik: Alexandra Holtsch
Dramaturgie: Holger Schröder
Premiere am Freitag, 15. Mai 2009 in der Alten Feuerwache
In der norwegischen Provinz entspinnt sich ein doppeltes Ehe- und Beziehungsdrama um Hedda Gabler, die junge Ehefrau des angehenden Professors Tesmann, seinen alkoholkranken Konkurrenten Løvborg und dessen Muse und Retterin Thea Elvsted. Öl ins Feuer gießt der intrigante Richter Brack, dessen Abgründigkeit sich mit Heddas zerstörerischem Wesen bestens versteht. Hedda, glänzender Stern in der kleinen Gesellschaft, hat sich für ein Leben in bürgerlicher Sicherheit entschieden. Leider verträgt sich das schlecht mit ihrem zutiefst unkonventionellen Charakter.
Sozialneid, akademisches Konkurrenzdenken, ein Helfersyndrom und vor allem bodenlose Enttäuschung auf Heddas Seite darüber, dass sie für ihren sozialen Status alles aufgegeben hat, was ihr Wesen ausmachte – all das führt zu einer ganzen Serie von Katastrophen.
Ibsens meisterhaftes Drama beschreibt, wie falsche Voraussetzungen für Liebe das Destruktive provozieren. Erneut variiert der große skandinavische Dichter sein literarisches Thema: die Lebenslügen einer in Konventionen erstarrten bürgerlichen Gesellschaft.
Besetzung:
Dr. Jörgen Tesman: Merten Schroedter
Hedda, seine Frau: Gertrud Kohl
Frl. Juliane Tesman: Saskia Petzold
Eilert Lövborg: Georg Mitterstieler
Brack, Richter: Klaus Meininger
Thea Elvsted: Melanie von Sass
Pressestimmen:
"Gertrud Kohl gelingt es, der Figur Hedda Gabler eine Vielschichtigkeit und Undurchsichtigkeit zu verleihen, die sie allen anderen Figuren im Stück überlegen macht."
Reingart Sauppe, SR 2 KulturRadio
"Christoph Diem hat Ibsens "Hedda Gabler" in der Alten Feuerwache packend inszeniert. Viel Beifall."
Cathrin Ess-Seringhaus, Saarbrücker Zeitung
"Merten Schroedter und Klaus Meininger brillieren in ihrer Darstellung. Es entfalten sich tiefe Einblicke in seelische Abgründe. Bravo"
Ulrich Monzel, Saartext