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Die schmutzigen Hände
Die schmutzigen Hände
Fotos: Björn Hickmann
Fotos: Björn Hickmann

Die schmutzigen Hände

Stück in sieben Bildern von Jean Paul Sartre

Stück in sieben Bildern von Jean Paul Sartre

Inszenierung: Reinhard Göber
Bühnenbild: Amelie Hensel
Kostüme: Cornelia Brunn

Premiere am Sonntag, 18. Mai 2008 in der Alten Feuerwache

Termine: So 18.05. Di 20.05. Sa 24.05. So 25.05. Di 03.06. Mi 04.06. So 08.06. Mi 11.06. Fr 13.06. Fr 20.06. Do 26.06. Fr 27.06.

Zur Vorgeschichte: Hugo Barin ist Mitglied der kommunistischen Partei des fiktiven Staates Illyrien. Das Land ist von der deutschen Armee besetzt. Hugo erhält den Auftrag, den als Pragmatiker verachteten Parteisekretär Hoederer zu ermorden. Das Stück beginnt, nachdem Hugo den Mord ausgeübt hat und vorzeitig aus der Haft entlassen wurde. Er geht zu seiner früheren Genossin Olga. Inzwischen hat sich die Partei dem Pragmatismus Hoederers ideologisch  angenähert und verklärt diesen als historische Leitfigur.
In einer Rückblende erinnert sich Hugo an die Tat: Trotz des Auftrages ist er fasziniert von dem praktisch handelnden Parteisekretär, der mit dem Feind eine Allianz bilden will, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Er kann die Tat erst ausführen, als er seine Frau Jessica in den Armen Hoederes findet. Ein Mord, begangen aus Eifersucht, und nicht aufgrund idealistischer Überzeugung. Olga versucht Hugo zu überreden, seine Tat zu verleugnen, um Hoederers politisches Werk weiterzuführen. Doch Hugo bekennt sich zu seinem Handeln. Er ist bereit, dafür mit dem Leben zu bezahlen.
Erneut variiert Sartre das Prinzip seiner existentialistischen Philosophie: Die totale Freiheit und Selbstverantwortung des Menschen in der Welt, das heißt ohne Gott, ohne Gnade und ohne Reue.

Es spielen: Gertrud Kohl (Olga), Nina Schopka (Jessica) – Klaus Meininger (Hoederer), Johannes Schmidt (Louis), Merten Schroedter (Hugo), Maximilian Wigger (George), Urs Fabian Winiger (Slick).

Reinhard Göber arbeitete zunächst als Regieassistent an den Städtischen Bühnen Erfurt, studierte von 1982 bis 1987 Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin und absolvierte ein Sonderstudium an der Hochschule für Schauspielkunst " Ernst Busch" in Berlin. Er war u.a. Oberspielleiter am Landestheaters Parchim und am Theater der Hansestadt Lübeck. Göber arbeitet als freier Regisseur an zahlreichen Theatern in Deutschland; u.a. in Hannover, Oberhausen, Meiningen sowie häufig in Konstanz, wo er u.a. "Macbeth" und "Der Kaufmann von Venedig" von Shakespeare , "Stella" von Goethe, "Effie Briest" von Theodor Fontane, sowie in eigener Bearbeitung "Die Mama und die Hure" nach dem Film von Jean Eustache inszenierte. Dem Saarbrücker Publikum ist er bestens bekannt als Regisseur von "Die Touristen" von Elfriede Müller und "Leonce und Lena" von Georg Büchner. In Bonn inszenierte Reinhard Göber 2004 mit großem Erfolg Jean-Paul Sartres Stück "Die Eingeschlossenen von Altona".

 Amelie Hensel studierte Bühnenbild in Hamburg bei Raimund Bauer und Art Direction (Filmausstattung) in Amsterdam. Seit 2006 ist sie am SST  als Ausstattungsassistentin engagiert und erarbeitete hier bereits die Ausstattungen zu «Die elektromagnetische Gesangsstunde» und «Hello Cowgirl in the Sand».

Cornelia Brunn absolvierte ihr Bühnenbildstudium an der Hochschule "Mozarteum" in Salzburg und an der " Akademie der Bildenden Künste" in München. Abschluss mit Diplom.
Sie arbeitet als Bühnenbildnerin, Kostümbildnerin, sowie Gesamtausstatterin im Bereich Schauspiel, Oper und Tanztheater/ Ballett unter anderem an den Staatstheatern Karlsruhe, Mainz, dem Nationaltheater Mannheim, der Staatsoper unter den Linden Berlin, sowie am Renaissancetheater, Berlin, dem Opernhaus und Schauspiel Graz, an der Nationalen Reisopera Enschede, Holland, am Prinzregententheater, München, am Ernst Deutsch Theater, Hamburg und an den Stadttheatern Dortmund, Heidelberg, Lübeck, Bremen, Ulm, Dessau, Kaiserslautern, Regensburg und Konstanz.
In Saarbrücken gestaltete sie das Bühnenbild und die Kostüme für Schillers Drama " Maria Stuart "mit der Regisseurin Katharina Rupp, für welche sie am Theater Biel/ Solothurn zuletzt "Nora" ausstattete und nun "Tartuffe" erarbeiten wird.
Mit Reinhard Göber verbindet sie ebenfalls zahlreiche Arbeiten, unter anderem in Konstanz "Effi Briest" nach Fontane und " Die Mama und die Hure" nach Jean Eustache.

Im Rahmen des Montagsfoyers diskutieren am Montag, dem 2. Juni  um 19.00 Uhr im Mittelfoyer des Staatstheaters Dr. Vincent von Wroblewsky, Vorsitzender der Sartre-Gesellschaft Deutschland, Karl-Heinz Stierle, Professor der Romanistik an der Universität des Saarlandes, Reinhard Göber, Regisseur der Inszenierung am Staatstheater, und Holger Schröder, Dramaturg der Inszenierung, zum Thema "Ideologie und Manipulation".
Die Moderation übernimmt Theaterpädagogin Vera Kalb .

Der Eintritt ist frei.