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Eindrücke der Akteure zu "Frühlings Erwachen"

  • Szene aus "Frühlings Erwachen"

Eindrücke der Akteure zu FRÜHLINGS ERWACHEN

Frühlings Erwachen war einfach eine super Erfahrung, es hat unheimlich Spaß gemacht sich mit dem Stoff so intensiv auseinander zusetzten. Ich denke der ist heute noch total aktuell und wirft Problematiken auf, denen wir in unserem echten Leben auch begegnen wie Schulstress, familiäre Konflikte, usw. Die Zusammenarbeit mit den Senioren war, wenn auch manchmal anstrengend, eine unglaubliche Bereicherung! Es hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Estella Eckert

Ich fand die Arbeit mit den älteren Menschen interessant. Man hat viel über sie gelernt und gemerkt, dass gewisse Sachen noch vor 50 Jahren komplett anders waren, so wie man es sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen kann. Heute sind viele Sachen selbstverständlich geworden so wie sich schon relativ früh zu schminken, früh den ersten festen Freund zu haben und auch dass es einige Leute gibt, die uneheliche Kinder zur Welt bringen. Heute wird man üblicherweise nicht mehr wegen so etwas aus der Gesellschaft ausgeschlossen oder abgestempelt. Allerdings fand ich es auch zum Teil anstrengend, weil es natürlich auch manchmal Meinungsverschiedenheiten zwischen alt und jung gab, die jedoch relativ schnell vergessen waren. Insgesamt konnte ich durch dieses Projekt viel lernen und bin dankbar, dass ich daran teilnehmen konnte :)

Liebe Grüße Helen

Selbstvertrauen, Sinnlichkeit, Kreativität, Kommunikation, Leidenschaft.
Das ist es, was ich in den drei Jahren Theater gelernt und erfahren habe.
Es ist eine Arbeit, die individuell auf die Stärken und Schwächen des einzelnen eingeht und so eine sehr persönlichkeitsverwobene Rollengestaltung ermöglicht. Auch habe ich gelernt, Grenzen anzunehmen und unter Umständen auch zu erweitern.
In der Zusammenarbeit mit den Raureifen war es interessant, sich mit den verschiedenen Erziehungskonzepten von damals und heute auseinanderzusetzen; zu erfahren, dass viele Gefühle einfach niemals verschwinden und Lebenserfahrung mit Lebenshunger aufeinanderprallen zu lassen.
Am schönsten war es jedoch zu erleben, wie aus einem bunt zusammengewürfelten Haufen sich einander fremder Personen eine homogene Gruppe wurde, die es in ihrer Gesamtheit verstand, über drei Aufführungen hinweg die Leute zu begeistern.

Mara Käser

Das Generationenprojekt mit der Gruppe U21 und den Rau-Reifen war ein so wunderbar gelungenes Projekt unter der Führung von Jörg Wesemüller, dass »es sich kaum sagen lässt«. So lautete auch mein Text zur Aufklärung der Wendla über die Liebe, die vorhanden sein muss um ein Kind zu bekommen, was ihr dann leider zum Verhängnis wurde. Die gesamte Arbeit zur Inszenierung war zum Spielen, zum Fühlen, zum Nachdenken, zum Sich-in-Szene-Setzen ob Jung und Alt und Spaß haben bei jeder Probenarbeit. Kurzum es war ein Projekt zum Verlieben!
Jörg Wesemüller brachte es fertig, dass das Stück nach Wedekind, so richtig unter die Haut ging, bei Jung und Alt. Wir Alten, die keine Schulbank mehr drücken müssen, wünschen uns sehr, dass die Gruppe der Rau-Reifen sich wieder einem Publikum präsentieren darf um noch »reifer« werden zu dürfen. Die Theaterproben nahmen reichlich Platz in unserem Rentenalltag ein, es war geistige Tätigkeit, Bewegung, Zuverlässigkeit und Disziplin einzubringen, denn nur so konnte es gelingen. Von Altersbeschwerden war keine Rede, auch nicht in den Pausen, denn wir hatten eine Herausforderung zu bewältigen. Herzlichen Dank dafür an Jörg Wesemüller und Sebastian Hümbert.

Karin Detemple