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Saarländisches Staatstheater Saarbrücken, 4 kB
Sparte 4
Hans-Georg Priese, Blumenmädchen, Opernchor, Statisterie
Hans-Georg Priese, Blumenmädchen, Opernchor, Statisterie
Hans-Georg Priese, Olafur Sigurdarson, Birgit Beckherrn
Hans-Georg Priese, Olafur Sigurdarson, Birgit Beckherrn
Hartmut Welker (Mitte), Opernchor, Statisterie
Hartmut Welker (Mitte), Opernchor, Statisterie
Sang Man Lee, János Ocsovai, Hiroshi Matsui, Rupprecht Braun, Anne Kathrin Fetik<br>(© Björn Hickmann)
Sang Man Lee, János Ocsovai, Hiroshi Matsui, Rupprecht Braun, Anne Kathrin Fetik
(© Björn Hickmann)

Parsifal

Bühnenweihfestspiel von Richard Wagner

Musikalische Leitung: Toshiyuki Kamioka
Inszenierung: Sebastian Welker
Konzeption: Berthold Schneider / Sebastian Welker
Bühnenbild: Andreas Wilkens
Kostüme: Lydia Kirchleitner

Choreinstudierung: Jaume Miranda

In deutscher Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln

Premiere am Samstag, 10. März 2012 im Staatstheater

Termine Sa 10.03. Sa 17.03. Fr 06.04. So 15.04. Mi 16.05. Fr 25.05. Mi 06.06.

Wagners letzte Oper und sein künstlerisches Vermächtnis, ein »Bühnenweihfestspiel« über Schuld, Sühne und Erlösung.

Ein »Bühnenweihfestspiel« nennt Richard Wagner seine letzte Komposition für die Bühne, uraufgeführt 1882 in Bayreuth. Wagner stützt sich in diesem Werk wie schon zuvor auf viele Quellen: Mittelalterliche Rittersagen, christliche Heilslehre, aber auch zahlreiche buddhistische Elemente fließen in dieses ganz und gar eigene Musiktheater-Werk ein, das ebenso Oper wie rituelles Mysterienspiel ist. 

Der Gedanke einer leidenden und erlösungsbedürftigen Welt durchzieht das gesamte Bühnenwerk von Richard Wagner seit dem »Fliegenden Holländer«, ebenso die Idee des »Mitleidens« als Schlüssel zur Erlösung.
»Durch Mitleid wissend« wird der »Tor« Parsifal zum Erlöser der Gralsritter und ihres Königs Amfortas, dessen Wunde, geschlagen durch den heiligen Speer, sich nicht schließen will. Obwohl er die Rituale um den Gral, deren Zeuge er unfreiwillig wird, nicht versteht, kann nur Parsifal den geraubten heiligen Speer zu den Gralsrittern zurückbringen, Amfortas’ Leiden beenden und dem Gral seine Kraft zurückgeben.

Mit freundlicher Unterstützung des Richard-Wagner-Verbandes Saarbrücken

Besetzung:
Amfortas: Hartmut Welker / Joachim Goltz
Titurel: Jiří Sulženko  
Gurnemanz: Rúni Brattaberg / Hiroshi Matsui
Parsifal: Hans-Georg Priese
Klingsor: Olafur Sigurdarson
Kundry: Birgit Beckherrn
Erster Gralsritter: Chang-Kyu Lim / Sang Man Lee  
Zweiter Gralsritter: Markus Jaursch / Jeong Han Lee
Erster Knappe: Anne Kathrin Fetik
Zweiter Knappe: Judith Braun
Dritter Knappe: János Ocsovai       
Vierter Knappe: Rupprecht  Braun   
Erstes Blumenmädchen, Gruppe 1: Sofia Fomina
Zweites Blumenmädchen, Gruppe 1: Sofia Soyoung Lee
Drittes Blumenmädchen, Gruppe 1: Tereza Andrasi
Erstes Blumenmädchen, Gruppe 2: Yuko Kakuta Alexandra Steiner
Zweites Blumenmädchen, Gruppe 2:
Anne Kathrin Fetik
Drittes Blumenmädchen, Gruppe 2: Judith Braun
Stimme aus der Höhe: Judith Braun
Der Opernchor des Saarländischen Staatstheaters
Der Extrachor des Saarländischen Staatstheaters
Die Statisterie des Saarländischen Staatstheaters


Pressestimmen
»Regisseur Sebastian Welker ist ein Glücksgriff und für Saarbrücken ein Glücksfall. [...]
Das Orchester unter Leitung von Toshiyuki Kamioka differenziert fein, spielt ohne Pathos, gerade in den leisen Passagen einfühlsam und flirrend, eine ansprechende Wagnerinterpretation, die vom Publikum entsprechend gefeiert wird. Der Chor unter der Leitung von Jaume Miranda zeigt sich choreografisch versiert, der Herausforderung Wagnerscher Musik gewachsen [...].
Viele prophezeien dem jungen Regisseur eine große Zukunft, auch als Wagnerinterpret. Standing ovations nach minutenlangem Beifall [...] zahlreiche bravi für eine mutige Inszenierung.«
Frank Herkommer, Opernnetz
Die komplette Kritik lesen Sie hier

»Die ambitionierte Inszenierung liefert eine interessante Interpretation von Wagners Werk – kein Meilenstein, aber durchaus gelungen und solide. Sängerisch ist die Produktion unbedingt einen Besuch wert. [...] Hans-Georg Priese schuf einen überzeugenden Parsifal mit kraftvoll-glänzender Stimme – vielleicht derzeit eine der schönsten Heldentenor-Stimmen. [...] Die Sopranistin Birgit Beckherrn verfügt über ein glasklares, sirenenhaftes Timbre, das zu lyrischem Schmelz heruntergebrochen werden kann. [...] Größten Respekt verdiente an diesem Abend – und das nicht zum ersten Mal – Hiroshi Matsui in der Rolle des Gurnemanz. Darstellerisch völlig in der Rolle aufgehend, bot er sängerisch eine wahre Meisterleistung.«
Silvia Bier, klassik.com
Die komplette Kritik lesen Sie hier

»Nicht auf eine simple Nacherzählung des Werkes in gefälligen Bildern kommt es dem 28-jährigen Regisseur Sebastian Welker an, sondern auf ein kompromissloses Vordringen zum Kern des Bühnenweihfestspiels. [...] Das war alles konzeptionell überzeugend und stimmig umgesetzt. Hervorragend schnitten die Sänger der Hauptpartien ab. [...] Hartmut Welker sang markant und schön auf Linie. Einen prächtigen, baritonal timbrierten und ausdrucksstarken Heldentenor brachte Hans-Georg Priese für den Parsifal mit. Runi Brattaberg war ein markant singender, recht bodenständiger Gurnemanz. Die besten Leistungen erbrachten die über einen wunderbar strahlkräftigen, höhensicheren und emotional geführten dramatischen Sopran verfügende Kundry von Birgit Beckherrn und der Klingsor von Olafur Sigurdarson, der nachhaltig unter Beweis stellte, dass man diese Rolle auch mit schöner italienischer Technik singen kann. [...]
Ludwig Steinbach, Festspielnachrichten »Parsifal«

»Ein in jeder Beziehung preisverdächtiger ›Parsifal‹, der einen echten Meilenstein in der Rezeptionsgeschichte darstellt und mir persönlich vier Sterne wert wäre. Diese Aufführung sei jedem Opernfreund dringendst ans Herz gelegt. Die Fahrt nach Saarbrücken lohnt sich!«
Ludwig Steinbach, www.deropernfreund.de

»Welkers Inszenierung ist respektvoll Musik und Glaubens-Thematik gegenüber, dennoch erfrischend frech.«
Angela Brinkmann, Bild Saarland

»Im Kontrast zu Wagners opulenter und schwülstiger Musik setzt Sebastian Welker auf eine Inszenierung, die sich auf die wesentliche Botschaft konzentriert. [...] Fast schon konzertant wirkt der erste Akt in seiner reduzierten Inszenierung, [...] doch bis auf wenige Längen, die bei Wagner naturgemäß auftreten, sorgt diese Radikalität Welkers in dem großartigen, ebenfalls fast reduzierten Bühnenbild von Andreas Wilkens dafür, dass der Stoff von Parsifal konsequent und gut durchdacht umgesetzt ist. Es entsteht ein Opernabend, aus dem ein schwülstiges Mysterienspiel zu einer Oper über Menschen und ihre Nöte und Hoffnungen wird. Ein neuer, junger, frischer Blick auf Richard Wagners Parsifal.«
Barbara Grech, SR 2 KulturRadio

»Viel Beifall für die Neuinszenierung des „Parsifal“ am Saarländischen Staatstheater, großer Applaus, vor allem für die bravouröse musikalische Leistung.
[…] Hiroshi Matsui beweist in einer bedeutenden Rolle (Gurnemanz) seine Klasse. Dieser tiefschwarze, weich strömende Bass, der so viele Nuancen kennt. Und Matsui weiß sich in exzellenter Gesellschaft. Hans-Georg Priese […] Donnerwetter, was hat dieser Tenor Kraft in der Kehle […] nicht überraschend der beeindruckende Auftritt von Hartmut Welker, nach wie vor berührt dieser große Bariton mit seiner enormen Ausdruckskraft. […] Olafur Sigurdarson (Klingsor) hat einen großen Auftritt, Birgit Beckherrn (Kundry) verzaubert, verführt, betört mit ihrem druckvollen und zugleich so sensiblen Sopran. […] Dass Stimmen und der bravouröse Chor so wirken können, das darf man vor allem auch Dirigent Toshiyuki Kamioka gut schreiben. Penibel achtet er auf die Balance zwischen Sängern uns Graben […] geradezu magisch entwickelt Kamioka die Spannung des anspruchsvollen Orchestersatzes. […] Vieles spricht dafür, dass hier ein junger Regisseur viel wagt – und einiges gewonnen hat.«
Oliver Schwambach, Saarbrücker Zeitung

Abendbesetzungen

Sa., 10.03. - Kamioka

Welker, Matsui, S.M. Lee, Jaursch, Steiner

Sa., 17.03. - Kamioka

Welker, Brattaberg, Lim, J.H. Lee, Kakuta

Karfreitag, 06.04. - Kamioka

Welker, Brattaberg, S.M. Lee, Jaursch, Steiner

So., 15.04. - Kamioka

Welker, Brattaberg, Lim, J.H. Lee, Kakuta

Mi., 16.05. - Wolf

Welker, Brattaberg, S.M. Lee, Jaursch, Steiner

Fr., 25.05. - Wolf

Welker, Matsui, Lim, J.H. Lee, Steiner

Mi., 06.06. - Wolf

Amfortas: Joachim Goltz als Gast, Brattaberg, S.M. Lee, Jaursch, Kakuta, Erstes Blumenmädchen Gruppe 1: Silja Schindler als Gast

Die Angaben sind ohne Gewähr. An erster Stelle finden Sie den Abenddirigenten, dann die Nachnamen der Sängerinnen und Sänger der doppelt besetzten Partien. Angaben zu Doppelbesetzungen soweit wie festgelegt. Kurzfristige Änderungen vorbehalten!