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Sparte 4
Meitxell Aumedes Molinero
Meitxell Aumedes Molinero
Yamila Khodr, Anna Altés Trenchs, Meritxell Aumedes Molinero
Yamila Khodr, Anna Altés Trenchs, Meritxell Aumedes Molinero
Meritxell Aumedes Molinero Fotos:Bettina Stöss
Meritxell Aumedes Molinero Fotos:Bettina Stöss

Casa Azul - Inspired by Frida Kahlo

Uraufführung von Marguerite Donlon

Konzept, Choreografie: Marguerite Donlon
Kostüme: Markus Maas
Bühne, Video, Licht: Ingo Bracke
Livemusik: Héctor Zamora
Komposition: Claas Willeke

Premiere: Freitag, 9. Oktober 2009 in der Alten Feuerwache

Termine: Fr 16.10. Mi 21.10. Sa 24.10. Fr 06.11. Di 17.11. Do 26.11. Do 03.12. Di 08.12. Di 22.12. Sa 02.01. Sa 09.01. So 07.02. Do 11.02. Sa 27.03. Sa 10.04.

Das neue Ballett von Marguerite Donlon wird inspiriert von der exzentrischen mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo und ihrem "blauen Haus".

"Mit «Casa Azul» begebe ich mich auf eine Reise durch Leben, Werk und Mythos von Frida Kahlo: Die politisch engagierte mexikanische Malerin wurde durch ein Busunglück mit 18 Jahren zur Invalidin. Um die Folgen der schweren Verletzungen durchzuhalten, malte sich Kahlo in hunderten Selbstporträts die physischen und seelischen Schmerzen von der Seele. Depressionen, Feiern und Politik, die Höhen und Abstürze ihrer Liebe zu dem Maler Diego Rivera, Affären und Schicksalsschläge: Kahlo malte buchstäblich um ihr Leben, gegen Schmerz, Liebesleid und Lebensverdruss.
Frida, eine Frau, die in Extremen lebte, war kämpferisch und rebellisch. Es hat mich gereizt, hinter die Masken und Bilder von Frida, der "Gran Ocultadora", zu schauen und ihren Blick zu interpretieren. Gerne wollte ich diese facettenreiche Frau verstehen und ihre vielen Posen in Bewegung verwandeln. Im "blauen Haus", das zeitlebens einen wichtigen Rückzugsort für Frida Kahlo darstellte, war man umgeben von mexikanisch-aztekischen Objekten, Pflanzen, Kunst und Ikonen: Verwurzelt in den Mythologien ihrer Heimat nutzte Kahlo stets deren surreale, symbolhafte Bildsprache. Das "blaue Haus" steht zugleich für die Sehnsucht nach Geborgenheit und Rückzug ins Innere. Diesen Zusammenhängen der unbändigen inneren Welt Fridas mit ihrer korsettartigen und zugleich vibrierenden Außenwelt möchte ich choreographisch nachspüren."
Marguerite Donlon 

"Was brauche ich Füße, wenn ich Flügel habe zum Fliegen?"
Frida Kahlo

Marguerite Donlon wurde in Irland geboren, tanzte beim English National Ballet sowie beim Ballett der Deutschen Oper Berlin und ist seit 2001 Ballettdirektorin am Saarländischen Staatstheater. Ergänzend zu ihrer Arbeit in Saarbrücken hat Marguerite Donlon u.a. für das Nederlands Dans Theater II, das Stuttgarter Ballett und die Hubbard Street Dance Company Chicago Choreografien geschaffen.

 

For the second edition of the international dance festival "N.O.W Dance Saar", Marguerite Donlon will create for the Alte Feuerwache, a piece inspired by the life and work of the Mexican painter Frida Kahlo (1907-1954). The title of the piece, "Casa Azul", relates to the "blue house", the house where Frida Kahlo was born, which was an important place of retreat into private life for the artist, who was hit by several blows of fate throughout her life.

Marguerite Donlon draws her ideas for this ballet evening not only from the multi-shaped artistic work of Frida Kahlo, but also from her journal entries, which in their imagery virtually call for a translation into dancing pictures. Mexican live-music and the works of the architectural design artist Ingo Bracke will complete the evening.

"Why do I need feet, if I have wings to fly?"
Frida Kahlo

Marguerite Donlon was born in Ireland and danced with the English National Ballet as well as with the Ballett der Deutschen Oper Berlin. She has been director of the ballet at the Saarländischen Staatstheater since 2001.
In addition to her work in Saarbrücken, Marguerite Donlon created pieces for the Nederlands Dans Theater II, the Stuttgarter Ballett and the Hubbard Street Dance Company, Chicago.

Pressestimmen:

Einmal mehr fügten sich Musik- und Tanzbausteine, unterschiedlichstes Tanzvokabular und die durch die Bilderwelt Frida Kahlos geprägte Ausstattung (Bühne: Ingo Bracke; Kostüme: Markus Maas) zum beeindruckenden Ganzen - zur Begeisterung des Premierenpublikums.“

Isabelle von Neumann-Cosel, Stuttgarter Nachrichten

„Dort sitzt Kahlo, sich schmückend, vor dem Spiegel, der ihr Bild aufsplittert. Donlon wiederholt geschickt dieses Doppelungs-Motiv, indem sie Kahlo von drei ausdrucksstarken Tänzerinnen (Anna Altés Trenchs, Meritxell Aumedes Molinero, Yamila Khodr) darstellen lässt, die hinter schwebenden Wand-Bahnen auf- und abtauchen. So begegnet sich Kahlo permanent selbst, ein sinnerhellender, grandioser Einfall für diese Frau in Dauer-Eigen-Erforschung. Eine Majestät auch in Saarbrücken. (...) Eine der packendsten Szenen gelingt mit roten (Haar-)Bändern: Sich wiegen und Sich erdrosseln liegen dicht an dicht.(...) Hier liegen die Stärken des Stückes: Nahezu alles, was Donlon aus Kahlo-Werken heraus entwickelt, gerät zum großen Wurf.“

Catrin Elss-Seringhaus, Saarbrücker Zeitung