Der Wildschütz
Komische Oper von Albert Lortzing
Komische Oper in drei Akten
Text und Musik von Albert Lortzing
Musikalische Leitung: Christophe Hellmann
Inszenierung: Michael Sturm
Bühnenbild: Dietlind Konold
Kostüme: Angela C. Schuett
Mit deutschen Übertiteln
Wiederaufnahme: Freitag, 21. September 2007 im Staatstheater
Baculus, ein kauziger Schulmeister, will seine Pflegetochter Gretchen heiraten. Doch dummerweise hat er sich bei seinem Dienstherrn, dem Grafen Eberbach, in Ungnade gebracht. Es scheint nur einen Ausweg zu geben: Die attraktive Braut muss beim Grafen, der im Bezug auf Frauen nichts anbrennen lässt, um Gnade für ihren Gatten in spe bitten. Eine schwere Prüfung für den notorisch eifersüchtigen Baculus, zumal das künftige Dorfschullehrerpaar auf dem gräflichen Schloss in einen schwindelerregenden Reigen aus Missverständnissen, Maskenspielen und erotischen Begehrlichkeiten hineingezogen wird.
Obwohl mit dem verharmlosenden Etikett „Spieloper“ behaftet, ist Lortzings „Wildschütz“ von biedermeierlicher Spießigkeit und theatralischer Massenproduktion weit entfernt. Er ist vielmehr ein Stück, in welchem der Zündstoff geradezu mit Händen zu greifen ist. Entfacht wird dieser Zündstoff nicht zuletzt durch die Musik, die ihren Schöpfer – etwa in der meisterhaft gestalteten Billardszene des 2. Aktes – als legitimen Erben Mozarts ausweist.
Es singen: Guido Baehr/ Stefan Röttig (Graf Eberbach), Maria Pawlus (Gräfin Eberbach), Algirdas Drevinskas (Baron Kronthal), Susanne Geb (Baronin Freimann), Elena Kochukova (Nanette), Patrick Simper (Baculus), Anne Kathrin Fetik (Gretchen), Markus Jaursch (Pankratius), Johannes Bisenius (Ein Gast)
Christophe Hellmann, geboren in Paris, aufgewachsen in Deutschland, begann sein Musikstudium an der Hochschule für Musik Köln (Abteilung Aachen) und wechselte für seine Ausbildung als Dirigent an die Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Seine Theaterlaufbahn begann er als Solorepetitor an der Staatsoper Stuttgart , danach wurde er als Repetitor und Dirigent an das Theater Bielefeld engagiert. Seit der Spielzeit 2005/2006 ist er zweiter Kapellmeister am Saarländischen Staatstheater.
Michael Sturm studierte Musiktheater-Regie bei Götz Friedrich an der Musikhochschule Hamburg und assistierte während seiner Studienzeit u.a. bei Marco Arturo Marelli, Ruth Berghaus und Harry Kupfer.
Engagements als Opernregisseur führten ihn u.a. an das Nationaltheater Prag («Der Kaiser von Atlantis», «Così fan tutte»), das Anhaltische Theater Dessau, das Staatstheater Kassel, das Landestheater Linz, das Pfalztheater Kaiserslautern («Tosca», Herbst 2005) sowie an die Staatsoper Hamburg. Mit „Kidnapping“ von Dominique Caillat am Staatstheater Mainz (2004) dehnte er seinen Wirkungskreis auch auf das Schauspiel aus. Im Frühjahr 2008 wird er am Saarländischen Staatstheater Wagners «Lohengrin» inszenieren, weitere Projekte in der nächsten Zukunft sind Purcells «Dido and Aeneas» in Dessau sowie Schrekers «Der ferne Klang» an der Mazedonischen Nationaloper in Skopje.
Dietlind Konold studierte bei Wilfried Minks an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Nach ihrem Studium arbeitete sie am Thalia-Theater Hamburg mit namhaften Regisseuren wie Jürgen Flimm und Andrea Breth. Sie war in zahllosen Produktionen deutschland- und europaweit u.a an den Theatern in Bremen, Köln, Freiburg, Darmstadt, Mannheim, Kassel, Ulm und Zürich tätig. Immer wieder führte ihre Arbeit sie nach Spanien und in die USA. Am Theater Aachen verwirklichte sie 1989 ihre ersten Opernausstattungen, zu ihren jüngsten Produktionen in diesem Bereich gehören „Idomeneo“ in Weimar (2005) sowie „Katja Kabanova“ in Braunschweig (2006). Mit Michael Sturm hat sie bereits 2005 am Pfalztheater Kaiserslautern („Tosca“) zusammengearbeitet.
Angela C. Schuett studierte an der Universität Hamburg Kunstgeschichte und absolvierte ihre Ausbildung als Kostümbildnerin u.a. bei Dirk von Bodisco an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Nach Assistenzen am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und an der Hamburgischen Staatsoper sowie einer Tätigkeit dort als Kostümmalerin führten sie Festengagements als Kostümbildnerin zunächst an die Landesbühne Hannover und die Städtischen Bühnen Osnabrück, bevor sie 1991 an das Saarländische Staatstheater wechselte. Weit über 100 eigene Kostümausstattungen erarbeitete sie daneben u.a. auch für die Komische Oper Berlin, die Göttinger Händel-Festspiele, für das Theater Mainz, das Theaterfestival in Montepulciano, das Theater der Stadt Heidelberg und für die Landesbühne Detmold. Auch als Bühnenbildnerin ist sie in den vergangenen Jahren hervorgetreten.





