SST Saarländisches Staatstheater, 0 kB
Saarländisches Staatstheater Saarbrücken, 4 kB
Sparte 4
Dahemm!
Dahemm!
Dahemm!
Fotos: Björn Hickmann
Fotos: Björn Hickmann
Mit freundlicher Unterstützung von Karlsberg UrPils
Mit freundlicher Unterstützung von Karlsberg UrPils

Dahemm!

Ein musikalischer Heimatabend

Ein musikalischer Heimatabend
von Uli Schreiber, Claudia Brier und
Holger Schröder

Musikalische Leitung: Uli Schreiber
Inzenierung: Claudia Brier
Bühnenbild: Evi Wiedemann
Kostüme: Angela C. Schuett

Wiederaufnahme: Samstag, 22. September 2007 in der Alten Feuerwache

Termine: Sa 22.09. Do 18.10. Fr 19.10. Sa 03.11. Mo 31.12. So 20.01.

Das Saarland hat eine bewegte Vergangenheit zwischen Preußentum und Grand Nation, mal autonom, dann wieder annektiert – jetzt ist man Teil der „Grande Region“! Saar-Lor-Lux: auch die Zukunft wird bewegt sein, wenn endlich der europäische Gedanke Raum greift nach 50-jähriger Zugehörigkeit zur BRD!

Grund genug Spurensuche zu betreiben: wie viel europäisches Wasser fließt die Saar hinunter? Wäre Saarbrücken das bessere Brüssel Europas geworden? Wie saarländisch ist der Lyoner? Baguette oder Weck? Wie viel Großregion verträgt das kleine Saarland überhaupt? Viele Fragen, die sich stellen – und vom Schauspielensemble in einer musikalisch ausgefallenen Geschichtsstunde beantwortet werden!

Mit: Katrin Aebischer, Dorothea Lata, Christiane Motter -Marcel Bausch, Bernd Dahlmanns, Florian Steiner und Cornell Wegmann

Mit freundlicher Unterstützung von Karlsberg UrPils

Claudia Brier (Regie), in Ostfriesland geboren und aufgewachsen, studierte zunächst Germanistik und Theaterwissenschaft an der FU Berlin, bevor sie ein Regiestudium in Hamburg (bei Jürgen Flimm) absolvierte. 1998 verbrachte Claudia Brier ein Jahr in London an der Royal Academy of Dramatic Art. Nach dem Studium folgte ein Festengagement als Regieassistentin ans Stadttheater Bern, wo sie sich aber auch mit eigenen Inszenierungen (z.B. "Das Maß der Dinge" von Neil LaBute, "Shockheaded Peter" von Crouch/McDermott oder Shakespeares "Romeo und Julia") präsentieren konnte. Seit 2004 arbeitet sie als freischaffende Regisseurin an den Theatern in Innsbruck, Baden-Baden und Konstanz. Zuletzt inszenierte sie in Baden-Baden Horváths "Glaube Liebe Hoffnung".

Evi Wiedemann, gebürtig aus Kaufbeuren, studierte nach dem Abitur (1994) von Januar 1996 bis März 1997 in Indien Modedesign. Es folgte ein Bühnenbildstudium bei Prof. Bernhard Kleber und Prof. Erich Wonder in Wien, das sie 2002 mit einem preisgekrönten Diplom abschloss. Nach unterschiedlichen Engagements, u.a. als Assistentin von Wilfried Minks in Stuttgart, erfolgte im Jahr 2001 die erste Zusammenarbeit mit Claudia Brier, für deren Inszenierung von „Shockheaded Peter“ am Stadttheater Bern sie das Bühnenbild gestaltete. Weitere gemeinsame Produktionen folgten: „Elling“ 2004 in Bern, „Clavigo“ am Theater Baden-Baden und zuletzt im Jahr 2006, ebenfalls in Baden-Baden, die Bühne für „Glaube Liebe Hoffnung“. 2004 war sie u.a. auch an der Tourneebühne Landgraf tätig, wo sie für das Bühnenbild der Produktion „Hexenjagd“ mit dem 1. Platz des Inthegapreises ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit dem Regisseur Georges Delnon arbeitete sie am Teatro Colon in Buenos Aires; dort gestaltete sie die Bühne für die Oper „Ubu Rex“ von Penderecki.

Angela C. Schuett (Kostüme) studierte an der Universität Hamburg Kunstgeschichte und absolvierte ihre Ausbildung als Kostümbildnerin u.a. bei Dirk von Bodisco an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Nach Assistenzen am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und an der Hamburgischen Staatsoper sowie einer Tätigkeit dort als Kostümmalerin führten sie Festengagements als Kostümbildnerin zunächst an die Landesbühne Hannover und die Städtischen Bühnen Osnabrück, bevor sie 1991 an das Saarländische Staatstheater wechselte. Weit über 100 eigene Kostümausstattungen erarbeitete sie daneben u.a. auch für die Komische Oper Berlin, die Göttinger Händel-Festspiele, für das Theater Mainz, das Theaterfestival in Montepulciano, das Theater der Stadt Heidelberg und für die Landesbühne Detmold. Auch als Bühnenbildnerin ist sie in den vergangenen Jahren hervorgetreten.

Uli Schreiber, (musikalische Leitung) wurde am 3.April 1958 in Berlin geboren. Mit sieben Jahren erhielt er Klavierunterrricht, später folgten noch Violoncello- und Orgeluntericht. Von 1974-1976 war er Preisträger von „Jugend musiziert“. Nach dem Abitur begann er ein Studium der Schulmusik an der Hochschule der Künste Berlin mit dem Hauptfach Klavier. 1981 hatte er seine erste musikalische Leitung am Theater am Kurfürstendamm, seitdem führte er kontinuierliche Arbeit an verschiedenen Theatern. 1982 folgte seine erste Staatsprüfung im Fach Musik. Im gleichen Jahr bekam er einen Lehrauftrag für Musical-Korrepetition an der Hochschule der Künste Berlin. 1983 war er außerordentliches GEMA-Mitglied und Komponist des Kabaretts „Bügelbrett“. Ab 1987 musikalischer Leiter und Komponist der Tribüne Berlin. Im Jahre 1989 erhielt Schreiber Lehraufträge für schulpraktisches Klavierspiel an der Hochschule der Künste Berlin. 1990 übernahm er die musikalische Leitung am Grips-Theater und war Dirigent und Korrepetitor der Freilichtspiele Schwäbisch Hall für die Musicalproduktion „Jesus Christ Superstar“. 1991 wurde er musikalischer Leiter an der Vagantenbühne und am Hansa-Theater in Berlin, 1994 musikalischer Leiter für die deutsche Erstaufführung „Non(n)sense II“ am Theater im Rathaus Essen. Von 1995 bis 1999 arbeitete Uli S chreiber als musikalischer Leiter am Stadttheater Pforzheim. Von 1999 bis 2006 war er Leiter der Schauspielmusik am Staatstheater Saarbrücken. Seit Beginn der Spielzeit 2006/07 arbeitet Uli Schreiber wieder als freischaffender Komponist, Arrangeur und Musiker.

Bernd Dahlmanns, geb.1963 in Saarbrücken, arbeitet als freischaffender Musiker und Bandleader im südwestdeutschen Raum. Er sucht konsequent den Wechsel zwischen seiner Heimat, dem Blues bzw. Bluesrock, und anderen modernen Stilen, beispielsweise dem Jazz, bis hin zur klassischen Musik. Zahlreiche Einspielungen dokumentieren dies eindrucksvoll. So erfuhr die Veröffentlichung seiner CD "in step" bundesweit höchste Beachtung. Stilsicherheit und ein reicher praktischer Erfahrungsschatz machen ihn zu einem der gefragtesten Gitarristen in unseren Breiten.

Cornell Wegmann wurde 1970 in St. Wendel geboren. Mit 12 Jahren fand er zum Saxophon, dem er bis heute treu geblieben ist. Nach einer klassischen Ausbildung auf Saxophon und Flöte führte ihn sein Weg schon während des Schulmusikstudiums zum Jazz. Durch Unterricht u.a. bei Peter Decker und Jens Neufang (Köln, WDR) und Teilnahme an zahlreichen Workshops z..B. mit Lee Konitz oder Peter Herbolzheimer feilt er permanent an seinem Können.

Heute arbeitet er als Fachleiter in der saarländischen (Musik-) Lehrer-Ausbildung und musiziert in verschiedenen Formationen von Klassik bis Jazz. Er arbeitete bereits in früheren Produktionen des Saarländischen Staatstheaters als Gastmusiker. Wegmann spielte z.B. in „No Way to treat a Lady“ oder „Graceland Ghetto“ und „Struwwwelpeter“ Alt- und Tenorsaxophon, Sopran- und Bassklarinette sowie Querflöte. Außerdem spielte er bei Merziger „Musicals im Zelt“ wie „Rocky Horror Picture Show“ oder „Mona Lisa“ und blies die Reeds bei zahlreichen Rundfunk- und Studioaufnahmen.

Neben der klassischen Duo-Arbeit (CD: „Inspiration der Klänge“) spielt er die Reeds in der großen Bühnen Formation Showchor. Ein eigenes Trio Programm mit dem „Cornell Wegmann Jazz Trio" (CD: „Zwergenkönig") ist im Herbst 2005 mit Jazz aus Wegmanns Feder erschienen. Dieses Programm konnte er zahlreichen Konzerten im südwestdeutschen Raum erfolgreich präsentieren.